Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Wagenknecht: EU soll Polen Geld streichen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wagenknecht: EU soll Polen Geld streichen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:16 11.02.2016
Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht fordert die EU auf, Polen das Geld zu streichen. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Anlässlich des Antrittsbesuchs von Polens rechtspopulistischer Ministerpräsidentin Beata Szydlo bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sahra Wagenknecht,  gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland: „ Es kann nicht sein, dass das ohne Konsequenzen bleibt“. Sie hege zwar gegenüber der Bundeskanzlerin „keine hohen Erwartungen“, aber „die Sorge über den Zustand der polnischen Demokratie und ihr Missfallen über das unsolidarische Verhalten in der Flüchtlingskrise sollte sie schon zum Ausdruck bringen“. Polen habe schließlich hohe Zahlungen aus EU-Mitteln bekommen.

Zugleich forderte die Fraktionsvorsitzende Deutschland und Polen auf, ein gemeinsames Interesse an einer neuen europäischen Friedenspolitik zu haben, „die nicht auf Ausgrenzung, sondern auf Stabilität und gute Wirtschaftsbeziehungen auch zu Russland setzt“. So schade die polnische Regierung „ihren eigenen Interessen, wenn sie zum Beispiel gegenüber Russland eine Abgrenzungs- und Eskalationspolitik betreibt“.

Anzeige

Es sei zudem „inakzeptabel, wenn in Europa demokratische Grundrechte mit Füßen getreten werden, indem die Pressefreiheit eingeschränkt oder das Verfassungsgericht durch ein Gesetz quasi entmachtet“ werde. Als „besonders besorgniserregend“ empfindet es Sahra Wagenknecht, dass diese Einschränkungen trotz der Massenproteste in einem Eilverfahren durch das polnische Parlament gebracht worden seien.

rnd

11.02.2016
Deutschland / Welt Familiennachzug bei Minderjährigen - Koalition einigt sich bei Asylpaket II
11.02.2016
11.02.2016