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Deutschland / Welt Machtwechsel in Ägypten noch Donnerstagnacht erwartet
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Machtwechsel in Ägypten noch Donnerstagnacht erwartet
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08:47 11.02.2011
Nach Informationen von US-Fernsehsendern ist Hosni Mubarak zum Rücktritt bereit.
Nach Informationen von US-Fernsehsendern ist Hosni Mubarak zum Rücktritt bereit. Quelle: dpa
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In Ägypten verdichten sich die Hinweise auf einen baldigen Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak. Hossam Badrawi, der Generalsekretär der ägyptischen Regierungspartei NDP, sagte dem britischen Sender BBC, er hoffe, dass Mubarak die Macht übertrage. Mubarak werde „sehr wahrscheinlich“ am Abend zur Nation sprechen. „Sie haben gewonnen“, sagte Badrawi nach Angaben des Senders CNN an die Adresse der Demonstranten. Mubarak werde Schritte ergreifen, die den Forderungen der Jugend entsprächen und im besten Interessen des Landes seien.

Der US-Sender ABC berichtete, Generalstabschef Sami Eman habe einem ihrer Reporter gesagt: „Es endet heute Nacht“. Der US-Sender NBC meldete unter Berufung auf zwei Quellen in der ägyptischen Regierung ebenfalls, dass Mubarak in der Nacht zurücktrete.

Nach Informationen des US-Senders NBC soll nach einem Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak Vizepräsident Omar Suleiman an die Staatsspitze rücken. Das Militär habe mitgeteilt, der Rücktritt sei eine Antwort auf legitime Forderungen des Volkes, berichtete der Sender am Donnerstag.

Die Armeeführung gab unmittelbar danach eine Stellungnahme ab. Darin hieß es, dass das Oberkommando in einer „Sitzung ohne Ende“ sei. Die Armee habe „Schritte eingeleitet, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten“. Ein Vertreter der Armeeführung sagte indes zu Demonstranten auf dem Tahrir-Platz, dass „alle Forderungen erfüllt“ würden. Die Demonstranten brachen in Jubel aus.

Für den Rücktritt von Mubarak gibt es nach den Worten von CIA-Chef Leon Panetta eine „große Wahrscheinlichkeit“. Er erwarte noch in der Nacht eine Erklärung des ägyptischen Staatschefs, zitierte der US-Sender CNN Aussagen Panettas im Kongress vom Donnerstag.

dpa

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