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Deutschland / Welt Schwesig revidiert Vorschlag zu 32-Stunden-Woche
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schwesig revidiert Vorschlag zu 32-Stunden-Woche
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15:07 10.01.2014
Familienministerin Manuela Schwesig revidiert ihren Vorschlag zur 32-Stunden-Woche für Eltern. Quelle: dpa
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Berlin

Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von einem "persönlichen Debattenbeitrag" Schwesigs. Die Bundesregierung sei sich allerdings darin einig, dass sie junge Paare dabei unterstützen wolle, partnerschaftlich Beruf und Familie zu vereinbaren. Dafür hätten Union und SPD das "ElterngeldPlus" vereinbart sowie den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Das Rollenmodell, wonach Mütter Teilzeit und Väter weiter Vollzeit arbeiten, werde in Zukunft an Bedeutung verlieren, sagte Seibert. Schwesig hatte der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe) gesagt, sie wolle, dass beide Elternteile ihre Wochenarbeitszeit reduzieren und dafür einen Lohnausgleich in Form eines Partnerschaftsbonus' erhalten - was nichts anderes wäre als das von der Koalition vereinbarte "ElterngeldPlus", wenn beide Partner nach der Geburt eines Kindes Teilzeit arbeiten.

Zugleich brachte Schwesig aber offenbar eine Beispielrechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ins Gespräch, wonach beide Eltern jeweils 32 Stunden arbeiten und den Lohnausfall vom Staat ausgeglichen bekämen, was den Bundeshaushalt anfangs mit 140 Millionen Euro und später stärker belasten würde. Schwesigs Sprecherin wollte sich zu diesen Einzelheiten zunächst nicht äußern. Die Idee einer 32-Stunden-Woche für junge Eltern mit teilweisem Lohnausgleich war in der Wirtschaft und bei der Union auf Protest gestoßen.

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Mit dem im Koalitionsvertrag vereinbarten "ElterngeldPlus" soll das bisherige Elterngeld flexibler werden. Sofern beide Partner oder ein alleinerziehender Elternteil nach der Geburt eines Kindes 25 bis 30 Wochenstunden arbeiten, sollen sie 28 Monate lang Elterngeld erhalten können statt wie bisher 14 Monate. Zusätzlich soll es einen "Partnerschaftsbonus", wie es im Koalitionsvertrag heißt "zum Beispiel in Höhe von zehn Prozent des Elterngeldes" geben - was einem kleinen Ausgleich des Lohnausfalls gleichkäme.

Die CSU lehnt die von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vorgeschlagene 32-Stunden-Woche für Eltern ab. "Wir haben ja auch gute Vorsätze als CSU und wollen unsern Partnern auch zuhören. Aber ich halte es für nicht den richtigen Ansatz, gleich mal in den ersten Tagen eine Kostenexplosion auszulösen mit einem Vorschlag", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Freitag in München. Schwesig beantworte nicht, wie sie ihre Idee bezahlen und das Modell organisieren wolle.

epd/dpa

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