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Deutschland / Welt Mecklenburg-Vorpommern wählt neuen Landtag und Kreistage
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09:42 04.09.2011
In Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag über ein neues Landesparlament entschieden. Quelle: dpa
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Schwerin

Um die 71 Sitze im Landtag bewerben sich 341 Kandidaten, 16 Parteien treten zur Wahl an. In Umfragen hatte die von Ministerpräsident Erwin Sellering geführte SPD stets vorn gelegen, sie gilt als klarer Favorit. Dahinter liegen mit CDU und Linke zwei Parteien, die sich Hoffnung auf eine Regierungsbeteiligung machen. Sellering hält sich die Fortführung der bisherigen rot-schwarzen Koalition, aber auch ein rot-rotes Bündnis offen.

Stabil gute Umfragewerte von etwa sieben Prozent haben die Hoffnung der Grünen genährt, erstmals in den Schweriner Landtag einzuziehen. Dagegen könnte die Fünf-Prozent-Hürde für die FDP und die rechtsextreme NPD, die 2006 ins Parlament kamen, dieses Mal zu hoch sein.

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Bei der Landtagswahl 2006 landete die SPD mit 30,2 Prozent knapp vor der CDU (28,8). Die Linke erzielte mit 16,8 Prozent eines ihrer schlechtesten Ergebnisse im Land, die FDP mit 9,6 Prozent einen Rekordwert. Die rechtsextreme NPD erreichte 7,3 Prozent, die Grünen scheiterten mit 3,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde.

Die 71 Sitze im Landtag verteilen sich derzeit so: SPD 22, CDU 22, Linke 13, FDP 7 und NPD 6, fraktionslos 1 (ein für die SPD gewählter Abgeordneter). Die Wahlbeteiligung betrug 2006 nur 59,1 Prozent.

In den neuen Großkreisen Mecklenburg-Vorpommerns stimmen 1,19 Millionen Wahlberechtigte ab 16 Jahren über die Kreistage und Landräte ab sowie über die Namen der Kreise. Nur die Schweriner und Rostocker sind davon nicht betroffen - die beiden größten Städte im Land bleiben nach der zum 4. September wirksamen Kreisreform weiter kreisfrei.

Für die Landratsposten werden mit großer Wahrscheinlichkeit Stichwahlen erforderlich. Dafür ist der 18. September vorgesehen. Dann soll auch im Landtagswahlkreis 33 auf Rügen die Landtagswahl nachgeholt werden. Weil ein CDU-Direktkandidat überraschend starb, musste die Wahl im Westen Rügens um zwei Wochen verschoben werden. Die Wähler dort sind heute aber zur Kreistags- und Landratswahl aufgerufen.

dpa