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Deutschland / Welt Menschen trauern in Dresden - Demonstranten stellen sich gegen Nazi-Aufmarsch
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Menschen trauern in Dresden - Demonstranten stellen sich gegen Nazi-Aufmarsch
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13:34 13.02.2010
Einwohner und Gäste legten auf dem Heidefriedhof Kränze zum Gedenken an die 25 000 Opfer des Angriffs nieder. Quelle: dpa
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Sie errichteten Barrikaden auf den Gleisen zwischen den beiden großen Dresdner Bahnhöfen, um die Anreise der Rechtsextremisten zu verhindern. Außerdem setzten sie sich auf die Straßen rund um den Bahnhof Neustadt. Dessen Vorplatz ist den Neonazis als Ausgangspunkt für ihre um 12.00 Uhr beginnende Demonstration zugewiesen worden.

Der Bahnhof war bereits am Morgen von mehreren Hundertschaften der Polizei weiträumig abgesperrt worden. Über der Innenstadt kreisen Polizeihubschrauber. An Kreuzungen und Plätzen stehen Polizei- und Mannschaftswagen bereit.

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„Dieses Jahr stoppen wir die Nazis“, rief die stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, auf einer Kundgebung. Das linke Bündnis „Nazifrei! Dresden stellt sich quer“ hatte trotz Verbotsverfügungen zu Blockaden aufgerufen, um den Zug der Rechtsextremen zu verhindern.

Der Aufmarsch Rechtsextremer überschattet das Gedenken, die Behörden rechnen mit bis zu 8000 Neonazis aus ganz Deutschland und dem Ausland. Aus Protest wollen Tausende Bürger eine Menschenkette in der Altstadt bilden. Am Abend finden Gottesdienste und Konzerte der Dresdner Orchester statt. Bei der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten waren am 13./14. Februar 1945 bis zu 25 000 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

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