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Deutschland / Welt Merkel und Sarkozy fordern EU-Führungsrolle bei Finanzkrise
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Merkel und Sarkozy fordern EU-Führungsrolle bei Finanzkrise
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13:45 30.05.2009
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Nicolas Sarkozy. (Archivbild) Quelle: John Macdougall/afp
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"Der unregulierte freie Markt hat versagt", schrieben sie in einem gemeinsamen Beitrag für die "Welt am Sonntag". Nötig sei eine "verantwortungsbewusste Marktwirtschaft".

Die EU solle daher noch im Juni erste Beschlüsse fassen, um "eine echte europäische Regulierung des Finanzsektors" sicherzustellen, forderten Merkel und Sarkozy vor den Europawahlen am 7. Juni und dem EU-Gipfel am 18. und 19. Juni.

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Als Konsequenz aus der Finanzkrise machten sich die Kanzlerin und der französische Präsident für eine Änderung der Bilanzierungsstandards stark. "In der gegenwärtigen Finanzkrise dürfen wir nicht zulassen, dass die Fähigkeit europäischer Banken zur Kreditvergabe durch Eigenkapitalanforderungen und Bilanzierungsstandards in ungerechtfertigter Art und Weise eingeschränkt wird", erklärten sie. Eine ausreichende Kreditversorgung der Wirtschaft sei "das Gebot der Stunde". Sie wollten sich dafür einsetzen, dass beim EU-Gipfel dazu die "notwendigen Beschlüsse" gefasst würden.

Zudem forderten Merkel und Sarkozy in einem gemeinsamen Appell die EU-Bürger auf, sich an der Europawahl am 7. Juni zu beteiligen. "Wollen wir erfolgreich sein, so muss jeder - in erster Linie die Bürger selbst - seinen Teil leisten", schreiben Merkel und Sarkozy in einem gemeinsamen Beitrag für die "Welt am Sonntag". Eine Wahlbeteiligung sei "das beste Mittel, um unser Ziel einer stärkeren Union in einer sichereren Welt zu erreichen".

Laut Umfragen stößt die Europawahl auf großes Desinteresse. In Deutschland sind laut ZDF-Politbarometer mehr als zwei Drittel der Befragten wenig oder gar nicht an der Wahl interessiert. 66 Prozent wollen demnach entweder gar nicht wählen oder sind noch unentschieden, ob sie ihre Stimme abgeben werden. Nur 34 Prozent sind bereits sicher, welcher Partei sie ihre Stimme geben werden.

afp