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Deutschland / Welt Milchpreiskrise soll Chefsache werden
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Milchpreiskrise soll Chefsache werden
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12:36 20.05.2016
Agrarminister und Vertreter von Molkereien suchen nach Auswegen aus der aktuellen Milchkrise - Kanzlerin Merkel soll helfen. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Hannover

In dem Schreiben soll Merkel an Lösungsvorschläge erinnert werden, die auf der Agrarministerkonferenz Mitte April erarbeitet wurden. Darin geht es um Förderprogramme, die an freiwillige Mengenbegrenzungen gekoppelt sind. Meyer (Grüne) kritisierte eine zögerliche Haltung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU).

Die Krise durch den Preisverfall für Agrarprodukte müsse angesichts ihrer existenzgefährdenden Ausmaße zur Chefsache gemacht werden. Es gebe keine Zeit für parteipolitische Spielchen oder Schuldzuweisungen. Niedersachsens Milchbauern drohten Einnahmeverluste von 1,2 Milliarden Euro.

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"Wenn sich der Prozess des Höfe-Sterbens beschleunigt, haben wir in fünf Jahren eine Halbierung des Bestands", so Meyer. Er machte sich erneut für ein EU-weites Eingreifen stark. Hintergrund ist ein Überangebot an Milch in Europa, das die Branche in die Krise gestürzt hat. Niedersachsen liegt mit 6,9 Millionen Tonnen erzeugter Milch pro Jahr auf Platz zwei hinter Bayern.

Begleitet vom Protest zahlreicher Landwirte hat am Freitag ein Milchkrisen-Gipfel mit Vertretern von Niedersachsens größten Molkereien und Agrarminister Christian Meyer (Grüne) begonnen. Auf Transparenten forderten rund zwei Dutzend Bauern mit Hinweis auf die Krise durch den Preisverfall für Agrarprodukte: "Stoppt das Höfesterben - Mengen reduzieren statt Bauern ruinieren."

lni

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