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Deutschland / Welt Militärausbilder beginnen ihre Arbeit in Mali
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14:10 29.04.2013
Foto: Vorbereitungen beendet: Seit Montag bildet die Bundeswehr Soldaten in Mali aus.
Vorbereitungen beendet: Seit Montag bildet die Bundeswehr Soldaten in Mali aus. Quelle: dpa
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Berlin/Koulikoro

Die Bundeswehr hat in Mali mit der Ausbildung von Soldaten aus dem westafrikanischen Krisenstaat begonnen. 35 Männer wurden am Montag erstmals unterrichtet und mit den notwendigen Geräten der Pionierausbildung vertraut gemacht, sagte ein Sprecher der Bundeswehr in Koulikoro, rund 60 Kilometer von der Hauptstadt Bamako entfernt. In den nächsten Tagen wird vor allem die Räumung von Minen und die Beseitigung von Straßensperren geübt. Mitte Juni soll die Schulung abgeschlossen sein.

Ziel der EU- Ausbildungsmission (EUTM) ist es, die bislang nur schlecht ausgestattete Armee in die Lage zu versetzen, selbst gegen radikale Islamisten im Norden des Landes zu kämpfen. Derzeit führt Frankreich den Einsatz. Aus Deutschland sind etwa 80 Ausbilder und Sanitäter in Koulikoro stationiert.

Der Mali-Einsatz der Bundeswehr ist zunächst bis März 2014 befristet. Allgemein wird jedoch erwartet, dass die Ausbildung länger dauern wird. Die beiden Mali-Mandate des Bundestags erlauben die Stationierung von insgesamt bis zu 330 Soldaten.

Die Bundesregierung prüft derzeit auch Einzelheiten einer Beteiligung an der in der vergangenen Woche beschlossenen UN-Mission in Mali. Deutschland wolle „in angemessener Weise von Beginn an“ die Mission unterstützen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag. Einen konkreten Zeitplan gebe es aber noch nicht.

Außenminister Guido Westerwelle hat eine deutsche Beteiligung bereits zugesagt. Dazu ist voraussichtlich auch ein Beschluss des Bundestages notwendig. Der UN-Sicherheitsrat hatte am Donnerstag beschlossen, mehr als 12.000 Soldaten und Polizisten in das Land zu schicken. Die Truppe soll im wesentlichen auf die bereits vorhandenen Kräfte aus Frankreich und Afrika aufbauen.

Der SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold sieht in dem jetzt begonnenen Ausbildungseinsatz der Bundeswehr in Mali keine Parallelen zu Afghanistan. Zwar werde der Einsatz der Bundeswehr in Mali „einige Jahre dauern“, sagte Arnold der „Mitteldeutschen Zeitung“ (Montag). Daraus werde aber kein zweites Afghanistan. „Mali ist eher die Lehre aus Afghanistan“, betonte er.

dpa

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