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Deutschland / Welt Mindestens 321 Tote bei schwerem Massaker im Kongo
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23:01 27.03.2010
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Das Verbrechen sei im vergangenen Dezember in der nordöstlichen Makombo-Region verübt worden. Die Milizen hätten vier Tage lang gewütet, teilte Human Rights Watch am Samstag mit. Es handele sich um eines der schlimmsten Massaker in der 25-jährigen Geschichte der LRA.

Dies zeige, dass die LRA im Gegensatz zu Behauptungen der Regierungen in Uganda und im Kongo nach wie vor eine schwere Bedrohung für die Menschen in der Region darstelle, meint die Organisation, die nach eigenen Angaben eine detaillierte Dokumentation über das Massaker vorgelegt habe.

Die Rebellen hätten mindestens zehn Dörfer überfallen. Bei den meisten Getöteten handele es sich um erwachsene Männer. Die Milizen hätten ihre Opfer zunächst gefesselt und danach mit Macheten und Äxten getötet oder mit schweren Holzknüppeln erschlagen. Unter den Opfern seien mindestens 13 Frauen und 23 Kinder. Das jüngste Opfer sei ein dreijähriges Mädchen, das die Täter verbrannt hätten. , Teilweise hätten die Männer ihre Opfer an Bäumen aufgehängt und ihnen den Schädel eingeschlagen.

Die Organisation stützt sich nach eigenen Angaben auf die Aussagen Überlebender. Kinder, den die Flucht gelungen sei, hätten berichtet, sie seien gezwungen worden, andere Kinder zu töten, die sich den Anordnungen der LRA widersetzten. Die LRA ist berüchtigt für den massiven Einsatz von Kindersoldaten.

dpa