Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Tatverdächtiger spendete an die AfD
Nachrichten Politik Deutschland / Welt

Mordfall Lübcke: Tatverdächtiger spendete an die AfD

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:40 18.06.2019
Trauerfeier für den ermordeten CDU-Politiker Walter Lübcke in Kassel. Quelle: Sean Gallup/Getty Images
Berlin

Der Tatverdächtige im Mordfall Walter Lübcke (+65) hat 2016 der AfD Geld gespendet. Das geht aus Informationen hervor, die dem RND vorliegen. Es handelt sich um 150 Euro, die auf ein Konto des Bundesverbands der Partei gespendet wurde. Sie sollten dem besonders radikalen Landesverband Thüringen von Björn Höcke zugehen.

Im Verwendungszweck der Überweisung von einem Konto der Sparda-Bank Hessen hat E. die Worte „Gott segne euch“ angegeben.

AfD nennt Mord an Lübcke „widerwärtig“

Nach Bekanntwerden der Spende forderten die AfD-Parteichefs Alexander Gauland und Jörg Meuthen: „Der widerwärtige Mord an Walter Lübcke muss umgehend und lückenlos aufgeklärt werden. Die AfD und ihre Fraktionen verurteilen als Rechtsstaatspartei extremistische Gewalt in jeglicher Form aufs Schärfste.“

Über den Eingang der Spende von Stephan und deren Verwendung wollte die Partei „aus datenschutz- und persönlichkeitsrechtlichen Gründen keine Auskunft geben“.

Von RND/jps

Die Hintergründe des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke sind weiter unklar. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zeigte sich schockiert – und fordert mehr Engagement im Kampf gegen Rechts.

18.06.2019

Die bayerische Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer war vor nicht allzu langer Zeit noch ein Forstwirt. Seitdem Ganserer jedoch im Landesparlament sitzt, geht sie offen mit ihrer Transidentität um – und kann dabei auf die Unterstützung ihrer Partnerin setzen.

18.06.2019

Ein Siedlungshaus am Rand von Kassel, perfektes Kleinbürger-Idyll: Hier lebte der mutmaßliche Lübcke-Mörder. Stephan E. fiel seit seiner Jugend durch Gewaltdelikte gegen Ausländer auf – doch die vergangenen zehn Jahre wurde es ruhig um ihn.

18.06.2019