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Deutschland / Welt Mugabe gewinnt Wahl haushoch
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20:13 03.08.2013
Präsident Mugabe erreichte schon in der ersten Wahlrunde mit 61 Prozent der Stimmen deutlich die erforderliche absolute Mehrheit. Quelle: dpa
Harare

Erdrutschsieg bei den Wahlen in Simbabwe für den greisen Präsidenten Robert Mugabe. Der 89-Jährige erreichte schon in der ersten Wahlrunde mit 61 Prozent der Stimmen deutlich die erforderliche absolute Mehrheit. Sein wichtigster Herausforderer, Ministerpräsident Morgan Tsvangirai, habe lediglich etwa 34 Prozent erzielt, teilte die nationale Wahlkommission am Samstag in Harare mit. Mugabes Partei, die Zanu-PF, errang bei den umstrittenen Wahlen am Mittwoch eine Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament. Bisher hatte die Partei Tsvangirais, die MDC, die Mehrheit in der 210 Sitze zählenden Volksvertretung.

Die Wahl ist überschattet von Vorwürfen der MDC und von Tsvangirai, Mugabe und seine Partei hätten die Abstimmung manipuliert. Tsvangirai sprach von „Wahlfarce“ und „Wahlbetrug“. Der 61-Jährige kündigte am Samstag die Anfechtung der Wahl vor dem Obersten Gericht in Harare an. „Dies ist ein nationaler Trauertag. Wir werden das Gericht anrufen.“ Er werde eine „illegitime Regierung nicht anerkennen“. Allerdings hatten die offiziellen Wahlbeobachter der Afrikanischen Union (AU) und der südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) die Wahlen als „frei und friedlich“ bezeichnet.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte eine Untersuchung der Berichte über Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen. „Diese Bedenken sollten transparent und gerecht geprüft werden“, sagte Ban am Freitag in New York. Er sei froh, dass die Wahlen weitgehend friedlich abgelaufen seien, das müsse jetzt auch so bleiben.

Auch EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton forderte von allen Seiten in Simbabwe, Ruhe und Ordnung zu bewahren. Die EU sei besorgt über die „mangelnde Transparenz“, „mutmaßliche Unregelmäßigkeiten“ und Berichte über eine nicht vollzählige Beteiligung aller Wähler, so die Britin am Samstag in Brüssel.

Mugabe regiert sein Land schon seit 1980 mit harter Hand. Ihm werden zahlreiche Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen. Seit 2009 bildeten Mugabe und Tsvangirai mit ihren Parteien gemeinsam eine „Regierung der nationalen Einheit“. Sie war nach Chaos und politischer Gewalt bei den Wahlen 2008 vor allem von der SADC durchgesetzt worden. Damals waren mehr als 200 Menschen politisch motivierter Gewalt zum Opfer gefallen. Dafür verantwortlich wurden vor allem die Schlägerbanden und Sicherheitskräfte Mugabes gemacht. Politische Gewalt spielte beim Wahlkampf in diesem Jahr keine große Rolle.

dpa

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