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Muslime vor Kölner Hauptbahnhof durchsucht – Zentralrat spricht von Rassismus

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07:35 06.06.2019
Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman A. Mazyek. Quelle: Boris Roessler/dpa
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Köln

Der Zentralrat der Muslime hat das Vorgehen der Kölner Polizei gegen zehn junge Muslime in langen Gewändern kritisiert. „Wir erwarten, dass Polizisten kulturell besser geschult und sensibilisiert werden“, sagte der Vorsitzende des Zentralrats, Aiman Mazyek, einer Mitteilung zufolge vom Mittwoch.

Die jungen Muslime hatten am Dienstag nach Zeugenaussagen vor dem Kölner HauptbahnhofAllahu Akbar“ gerufen. Daraufhin rückte die Polizei mit starken Kräften an, stoppte die Männer und durchsuchte sie. Es stellte sich heraus, dass sie bis auf ein Messer nichts Gefährliches bei sich hatten.

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Die jungen Männer hätten sich lediglich auf dem Weg zu Feierlichkeiten zum Ende des Fastenmonats Ramadan befunden, teilte der Zentralrat mit. Der Vorfall zeige, dass „rassistisches Profiling“ ein ernstzunehmendes Thema bleibe.

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„Ich hoffe, dass die Polizei sich bei den Betroffenen in aller Form entschuldigt hat und sich selbstkritisch manch eigenen Vorurteilen und Bildern stellt und die richtigen Schlüsse aus dem fehlgeleiteten Einsatz zieht“, sagte Mazyek.

Kölner Polizeipräsident weist Vorwürfe zurück

Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob nahm seine Kollegen in Schutz. „Ich weise die Vorwürfe gegen meine Beamten entschieden zurück, dass ihr Handeln von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geprägt war“, sagte Jacob am Mittwochnachmittag. Insbesondere verwahre er sich gegen „Beleidigungen und Herabwürdigungen in den sozialen Medien“.

Der Bereich um Dom und Hauptbahnhof stehe besonders im Fokus der Polizei: „Deshalb reagieren wir mit der erforderlichen Konsequenz auf Situationen, die Menschen Angst machen und den Anschein erwecken, dass erhebliche Gefahren drohen.“

Jacob fügte hinzu: „Mit dem heutigen Wissensstand bedauere ich, dass unbescholtene Bürger von diesen Maßnahmen betroffen waren und biete den ihnen ein persönliches Gespräch an. Ich werde auf diese Menschen zugehen.“

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Von RND/dpa/ngo

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