Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Nahles weist Kritik von Arbeitgebern zurück
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Nahles weist Kritik von Arbeitgebern zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:55 20.01.2014
Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer auf einer Pressekonferenz in Berlin. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

„Es ist nicht unsere politische Absicht, Leute vor dem 63. Lebensjahr über welche Brücke auch immer aus dem Erwerbsleben ausscheiden zu lassen“, sagte sie am Montag nach einem Treffen mit Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer in Berlin. Frühverrentung sei angesichts des Fachkräftebedarfs nicht angesagt.
 Kramer sieht gleichwohl Anreize zur Frühverrentung: Er befürchtet, dass Arbeitnehmer nach 45 Beitragsjahren mit 61 in Arbeitslosigkeit gehen, um dann abschlagfrei mit 63 in die Rente wechseln zu können. „An der Stelle haben wir mehr Sorgen.“
 Zur Auseinandersetzung mit der Union um Ausnahmen vom Mindestlohn von 8,50 Euro sagte Nahles: „Hier gibt es nicht viele Spielräume für Interpretationen. Alle Arbeitsverhältnisse sollen vom Mindestlohn erfasst werden. Das ist die klare Verabredung. Und an die werden ich mich halten, wenn ich einen Gesetzentwurf vorlege.“
 Kramer hielt dagegen, Ziel könne es nicht sein, dass es durch einen Mindestlohn mehr Arbeitslose gebe oder bestimmte Gruppen wie Langzeitarbeitslose gar nicht erst in Arbeit kämen. Da müsse man gemeinsam „Lösungen organisieren“. Nahles kündigte dazu für die nächsten Wochen einen „breiten Konsultationsprozess“ an.

dpa

Mehr zum Thema

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) hat als erstes Großvorhaben der schwarz-roten Koalition ein umfangreiches Rentenpaket vorgelegt. Es sieht verbesserte Mütterrenten, die abschlagfreie Rente ab 63 für langjährig Versicherte, aufgestockte Renten für Erwerbsgeminderte und mehr Geld für Reha-Leistungen vor.

16.01.2014
Deutschland / Welt „Ein kostspieliges Wahlgeschenk“ - Früher in den Ruhestand?

„Ein kostspieliges Wahlgeschenk“: Die Koalition will die Frühverrentung wieder einmal erleichtern, aber Frauen haben nur wenig davon.

Gabi Stief 12.02.2015

Union und SPD wollen als eines ihrer ersten Vorhaben die eigentlich zum Jahreswechsel fällige Absenkung des Rentenbeitrags von 18,9 auf 18,3 Prozent stoppen. Mit dem Geld sollen die Mütterrente und die Rente mit 63 finanziert werden. Schwarz-Rot verteidigt den Hauruck-Eingriff, die Opposition spricht von Trickserei.

19.12.2013
20.01.2014
20.01.2014