Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Neuer Bußgeldkatalog: 100 Euro Strafe für Zigarettenstummel auf der Straße
Nachrichten Politik Deutschland / Welt

Neuer Bußgeldkatalog: 100 Euro für Zigaretten auf der Straße

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:49 04.06.2019
Rauchen könnte in NRW bald sehr teuer werden. Quelle: © epd-bild / Jens Schulze
Düsseldorf

Eine weggeschnippte Zigarettenkippe oder eine achtlos auf die Straße geworfene Burger-Verpackung sollen die Bürger in Nordrhein-Westfalen künftig teuer zu stehen kommen. Das sieht der neue Bußgeldkatalog vor, den Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) am Dienstag in Düsseldorf veröffentlicht hat.

Für kleine gedankenlose Unachtsamkeiten wird den kommunalen Behörden empfohlen, 100 Euro Bußgeld zu kassieren - bislang lag die Empfehlung bei nur zehn bis 25 Euro. Bindend ist der Bußgeld- und Verwarnkatalog allerdings nicht.

Die Bandbreite der Sanktionsvorschläge reicht von 100 Euro für rechtswidrig weggeworfenen Alltagsmüll - etwa Einweg-Kaffeebecher oder Pappteller - bis zu 50.000 Euro für die vorsätzliche gewerbsmäßige Ablagerung größerer Mengen umweltgefährdender Stoffe wie Altöl, Farben oder Bauschutt.

Köln geht aktiv gegen Plastikmüll vor

„Der öffentliche Raum ist kein Mülleimer“, mahnte die Ministerin. „Und die oftmals acht- und rücksichtslose Müllentsorgung ist kein Kavaliersdelikt.“

Allein die Stadt Köln müsse jährlich 7,4 Millionen Euro ausgeben, um wilden Müll zu entfernen. Auch der Landesbetrieb Straßen. NRW habe pro Jahr rund sieben Millionen Euro an Zusatzkosten, um etwa 16.000 Tonnen Müll entlang der Fahrbahnen einzusammeln.

„Jedes Kunststoffteil - ob Plastiktüte, Einwegbecher oder Bonbon-Papier, das falsch entsorgt wird - gerät in die Umwelt, zerfällt dort in immer kleinere Teile und wird dann zu Mikroplastik“, erklärte Heinen-Esser. Die Entsorgungskosten belasteten alle.

Lesen Sie auch: Kaffeebecher-Berge und die teuerste Kippe des Landes: So wollen die Städte sauber werden

Von RND/dpa/lf

US-Präsident Donald Trump wirbt bei seinem Großbritannien-Besuch rigoros für den Brexit. Bei der Pressekonferenz mit der britischen Premierministerin Theresa May verspricht er den Briten jede Menge Zugeständnisse – nach dem EU-Ausstieg.

04.06.2019

Die Fraktionschefs der Union wollen die wohl umstrittenste umweltschädliche Subvention auf den Prüfstand stellen: die Steuer-Befreiung von Kerosin. Laut einer EU-Untersuchung würde eine Besteuerung Flugtickets im Schnitt zehn Prozent teurer machen.

04.06.2019

US-Präsident Donald Trump macht keinen Hehl daraus, dass er nicht viel von Londons Bürgermeister Sadiq Khan hält. Der wiederum erklärt die Gründe für den Disput und will keinen „kindischen Streit“. Trump feuert allerdings weiter scharf.

04.06.2019