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Deutschland / Welt Niedersachsen finden Gefallen am Bildungspaket
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14:41 15.08.2013
Im ersten Jahr des Bildungspakets hatte Niedersachsen nur 39 Prozent der vom Bund zugeteilten Mittel ausgeben. Quelle: dpa
Hannover

Zu den Leistungen zählen kostenlose Nachhilfestunden oder Zuschüsse zum Musikunterricht: Nach Startschwierigkeiten steigt das Interesse an Angeboten aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für arme Kinder in Niedersachsen deutlich. Landesweit wurden im ersten Halbjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen rund 15 Prozent mehr Leistungen in Anspruch genommen als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben stiegen sogar um rund 27 Prozent auf knapp 25,8 Millionen Euro. Das teilte das niedersächsische Sozialministerium mit.

Mit einer Gesetzänderung zum 1. August sind bürokratische Hürden beim Bildungspaket abgebaut worden. Niedersachsens Sozialministerin Cornelia Rundt (SPD) sagte dazu der dpa: „Es kann nicht sein, dass Kinder nicht an kurzfristig angesetzten Aktivitäten teilnehmen können, nur weil die Anträge nicht schnell genug durch die Mühlen der Bürokratie laufen. Es war höchste Zeit, dass solch künstlichen Hindernisse abgebaut werden.“

Im vergangenen Jahr nutzte Niedersachsen allerdings nur 68 Prozent des vom Bund bereitgestellten Geldes, wie aus einer Statistik des Bundesfamilienministeriums hervorgeht. Der Nachbar Bremen hingegen gab dagegen sogar mehr Geld für arme Kinder aus als für das Bundesland vorgesehen war. Die Quote lag bei 110 Prozent.

Schwankungen werde es aufgrund der regional unterschiedlich vorhandenen Angebote immer geben, sagte die Sprecherin des niedersächsischen Sozialministeriums, Heinke Traeger. Manche Städte bezahlten außerdem beispielsweise Vereinsmitgliedschaften für Kinder aus sozial schwachen Familien ohnehin aus eigener Tasche.

Im ersten Jahr des Bildungspakets, 2011, hatte Niedersachsen nur 39 Prozent der vom Bund zugeteilten Mittel ausgeben. Das gestiegene Interesse führt das Ministerium auch darauf zurück, dass Bund, Länder und Kommunen intensiv für die Leistungen werben. Die Region Hannover beispielsweise schenkte allen 9500 Schulanfängern eine für den Unterricht erforderliche Postmappe. Darin fanden sich auch Informationen zu den Unterstützungsangeboten. 2012 profitierten 51 Prozent der knapp 47.000 anspruchsberechtigten Kinder in Hannover und Umland von den Leistungen.

In Göttingen besuchen regelmäßig zwei Bildungs-Coaches die Schulen und Kindergärten der Stadt, um Eltern persönlich zu informieren. Der bürokratische Aufwand sei trotz der Erleichterungen immer noch hoch, weil jede gezahlte Leistung im Sinne einer Rechnungsprüfung zu belegen sei, sagte Göttingens Stadtsprecher Detlef Johannson. Derzeit nehmen dem Sprecher zufolge etwa 70 Prozent der 3600 betroffenen Kinder die Leistungen in Anspruch.

Braunschweig hat nach Angaben von Stadtsprecher Rainer Keunecke intensiv daran gearbeitet, bürokratische Hürden und damit auch Hemmschwellen bei den Eltern abzubauen. So sei nur noch ein Bogen für die bis zu sieben Anträge auszufüllen. Erfreulicherweise hätten 2012 schon 80 Prozent der rund 10.000 armen Kinder Leistungen erhalten, berichtete der Sprecher. In Wolfsburg lag die Quote bei 54 Prozent. Die Stadt suche den Kontakt zu Lehrern und Erziehern, die als Multiplikatoren für das Bildungspaket werben, sagte eine Sprecherin.

dpa

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