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Deutschland / Welt Papst beim Weltjugendtag gefeiert
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13:31 26.07.2013
Papst Franziskus ist zu Besuch in Brasilien. Quelle: dpa
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Rio de Janeiro

Papst Franziskus ist bei seiner ersten offiziellen Begegnung mit den Pilgern des Weltjugendtages gefeiert worden. Hunderttausende junge Leute jubelten dem katholischen Kirchenoberhaupt am Donnerstagabend am Copacabana-Strand in Rio de Janeiro frenetisch zu. Viele schwenkten Fahnen, darunter die deutsche, und hießen Franziskus mit „Viva Papa“-Rufen auf dem weltgrößten Katholikentreffen willkommen. Zuvor hatte er eine Armensiedlung in Rio besucht und die Menschen aufgerufen, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen.

Bei seiner Ansprache auf einer riesigen Bühne am Strand warb der 76-Jährige darum, Gott wieder ins Zentrum des Lebens zu stellen. „Wir sind versucht, uns selbst in den Mittelpunkt des Lebens zu stellen, zu glauben, dass es an uns allein liegt, unser Leben aufzubauen, oder dass Besitz, Geld, Macht es glücklich machen. Aber das ist nicht so“, sagte er. Bei einer Begegnung mit jungen Leuten aus seinem Heimatland Argentinien ermutigte Franziskus die Jugend, sich in Kirche und Gesellschaft einzumischen: „Macht Krach!“

Am Freitag war ein gemeinsamer Kreuzweg des Papstes mit den Pilgern an der Copacabana geplant. Die einzelnen Stationen erinnern an den Leidensweg Jesu und wurden auf der zentralen Avenida Atlântica nachempfunden. Zuvor wollte sich der Papst mit jugendlichen Straftätern treffen und von dem Mittelbalkon des Erzbischofspalasts St. Joaquim das traditionelle Angelus-Gebet sprechen.

Franziskus war am Montag in Brasilien angekommen, es ist seine erste Auslandsreise. Vatikansprecher Frederico Lombardi zog eine positive Zwischenbilanz. „Ich bin immer wieder überrascht. Wenn ich ihn sehe, habe ich den Eindruck dass seine Energie fast unerschöpflich ist.“ Er sei froh dass die Hälfte des Besuchs schon vorbei sei, scherzte Lombardi. „Wenn er länger wäre, dann wären wir kaputt.“

Unterdessen bringt der tagelange Dauerregen das Programm des Weltjugendtages durcheinander. Die Veranstalter verlegten die am Sonntag geplante Abschlussmesse kurzfristig von Guaratiba rund 70 Kilometer westlich von Rio direkt an die Copacabana. Das 1,3 Millionen Quadratmeter große „Campus Fidei“-Gelände (Glaubensfeld) westlich von Rio ist komplett aufgeweicht. Zur Abschlussmesse werden Hunderttausende, wenn nicht gar eine Million oder mehr Pilger erwartet, dazu lateinamerikanische Staats- und Regierungschefs.

Trotz Regens und kühler Temperaturen waren die Jugendlichen am Donnerstag (Ortszeit) singend und mit Fahnen ihrer Heimatländer zum „Papst-Willkommen“ an die Copacabana geströmt. Entlang dem Strand waren auf einer Länge von etwa einem Kilometer große Monitore und Lautsprecher installiert, um vor allem die Papst-Ansprache zu übertragen. Am Weltjugendtag nehmen etwa 1,5 Millionen Pilger teil, darunter rund 2000 aus Deutschland. 

dpa

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