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Deutschland / Welt Philipp Rösler: "Partei sollte Geschlossenheit zeigen"
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Philipp Rösler: "Partei sollte Geschlossenheit zeigen"
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14:26 21.12.2010
Ist Rösler möglicherweise bald Nachfolger von Guido Westerwelle? Quelle: Martin Steiner (Archiv)
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Der niedersächsische FDP-Landeschef, Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP), hat seine Partei zum Zusammenhalt aufgerufen. „Gerade in schwierigen Situationen sollte eine Partei Geschlossenheit zeigen“, erklärte Rösler am Dienstag in Berlin. In einer aktuellen Forsa-Umfrage ist die FDP auf drei Prozent abgesackt. Aus der Partei gibt es vermehrt Aufforderungen an Guido Westerwelle, den Parteivorsitz zu räumen. Rösler teilte mit: „Die FDP Niedersachsen steht zu Guido Westerwelle.“

Der Parteichef werde auch beim Neujahrsempfang der FDP-Landtagsfraktion am 16. Januar in Hannover sprechen. Rösler gilt als einer der potenziellen Nachfolger Westerwelles, falls der FDP-Chef vom Parteivorsitz zurücktritt.

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In der Debatte um die Zukunft von FDP-Parteichef Guido Westerwelle herrscht bei der niedersächsischen Landespartei Uneinigkeit. Der stellvertretende FDP-Landesvorsitzende, Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander, legte Westerwelle dagegen nahe, er solle sich auf das Amt des Außenministers konzentrieren.

In einer aktuellen Forsa-Umfrage ist die FDP auf drei Prozent abgesackt. Aus der Partei gibt es seit Tagen vermehrt Aufforderungen an Westerwelle, den Parteivorsitz zu räumen. Rösler gilt als einer der potenziellen Nachfolger, falls der FDP-Chef vom Parteivorsitz zurücktritt.

FDP-Umweltminister Sander sagte am Dienstag in Hannover, es müsse eine Trennung von Parteivorsitz und Regierungsamt geben. „Ich halte Herrn Westerwelle für einen guten Außenminister.“ Es wäre daher nicht schlecht, den Parteivorsitz in andere Hände zu geben und Westerwelle zu entlasten. „Aber für mich ist das Thema im Augenblick erledigt, wenn der Parteivorsitzende sagt, er will kämpfen“, meinte Sander. „Den Schlüssel hat Westerwelle allein in der Hand.“ Mit Blick auf das Wahljahr 2011 sagte Sander, der seit 42 Jahren FDP-Mitglied ist, auch: „Wir können nicht in einem Wahljahr sagen, wir machen so weiter wie bisher.“

dpa

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