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Deutschland / Welt Plauderte Trump als Trump-Sprecher?
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18:44 13.05.2016
US-Präsidentschaftskandidat Trump gab sich laut "Washington Post" 1991 als sein eigener Pressesprecher aus. Quelle: Alex Wong
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Washington

Die "Washington Post" veröffentlichte am Donnerstag auf ihrer Webseite die Tonaufnahme eines vermeintlichen Trump-Sprechers namens "John Miller". Die Stimme in der Aufzeichnung eines Telefongesprächs von 1991 klingt für Trump-Kenner sofort vertraut. Der Tonfall sei "selbstbewusst, sogar großspurig" und höre sich eindeutig an wie Trump, konstatiert das Blatt.

Ein Vertrauter des Immobilienmagnaten

In der Aufnahme sagt der vermeintliche John Miller, er sei "irgendwie neu hier". Zugleich versichert er, jemand zu sein, dem der Immobilienmagnat "vertraut und den er mag". In dem Telefonat fragt eine Reporterin des Promi-Magazins "People" nach dem Bruch der langjährigen Beziehung zwischen Trump und seiner Frau Ivana, seiner neuen Beziehung zu dem Model Marla Maples und nach den Gerüchten über seine angeblichen Affären mit berühmten Frauen.

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Selbst Madonna wollte mit Trump ausgehen

"John Miller" berichtet mit erstaunlicher Offenheit über das Liebesleben des Geschäftsmanns. "Haben Sie ihn kennengelernt?", fragt er die Reporterin. "Er ist ein guter Kerl, und er wird niemandem wehtun. (...) Er hat seine Frau gut behandelt (...) und er wird Marla gut behandeln." Und der vermeintliche Sprecher erzählt auch, dass der Immobilienmogul von berühmten Frauen geradezu aufgesucht werde. "Schauspielerinnen rufen bei ihm an, bloß um zu sehen, ob sie mit ihm ausgehen können, und solche Sachen". Die Popsängerin Madonna habe mit Trump ausgehen wollen. Und "John Miller" berichtet auch freimütig, dass Trump, obwohl er jetzt mit Maples zusammenlebe, "drei andere Freundinnen" habe.

Trump bestreitet Bericht: "Nicht wie meine Stimme."

In einem Interview des TV-Senders NBC bestritt Trump am Donnerstag, als John Miller aufgetreten zu sein. Die Aufnahme "klingt überhaupt nicht wie meine Stimme". Sie klinge vielmehr nach einem "Schwindel". Es gebe viele Menschen, die seine Stimme zu imitieren versuchten, sagte Trump, der sich in der vergangenen Woche als der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner durchgesetzt hatte.

afp