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Deutschland / Welt Polizei bereitet sich auf Walpurgisnacht vor
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizei bereitet sich auf Walpurgisnacht vor
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10:02 30.04.2012
Tausende Polizisten bereiten sich in Berlin auf den Einsatz in der Walpurgisnacht vor. Quelle: dpa (Archivbild)
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Berlin

Mit einem Großaufgebot der Polizei stellt sich Berlin auf mögliche Ausschreitungen in der Walpurgisnacht ein. Demonstranten wollen im Stadtteil Wedding gegen die Wohnungspolitik und die aus ihrer Sicht zu hohen Mieten auf die Straße gehen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) rief zur Gewaltfreiheit auf. Berlins früherer Justizsenator, der Grünen-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wieland, schließt Gewalt aber nicht aus. Ganz ohne Scherben werde es nicht ablaufen, sagte er im RBB-Inforadio am Montag.

In der „Antikapitalistischen Walpurgisnacht“ wollen am Montagabend Demonstranten aus Protest gegen soziale Ungerechtigkeiten durch Wedding ziehen. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 1500 Teilnehmern. Ladenbesitzer haben ihre Geschäfte gegen Beschädigungen gesichert. Auch eine Kundgebung am Nachmittag in dem Stadtteil richtet sich gegen die befürchtete Verdrängung von Anwohnern wegen steigender Mieten.

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Am Vorabend des 1. Mai werden nach Polizeiangaben insgesamt bis zu 3000 Beamte im Dienst sein. Sie sollen sich zurückhalten, aber auch gezielt gegen Störer vorgehen. Wie in den Vorjahren werden auch im Mauerpark in Prenzlauer Berg Hunderte Feiernde erwartet.

Innensenator Frank Henkel (CDU) zeigte sich gelassen. „Die Polizei hat in den letzten Jahren eine enorme Erfahrung bei Großlagen gesammelt. Ich vertraue hier voll und ganz meinen erfahrenen Polizeiführern und der Polizeivizepräsidentin“, sagte er der „Berliner Morgenpost“ (Sonntag).

Vor den Demonstrationen am Tag der Arbeit, dem 1. Mai, hatten intensive Gespräche der Behörden  mit den Organisatoren stattgefunden, um für einen friedlichen Verlauf der Demonstrationen zu sorgen. Die in den vergangenen Jahren häufig krawallträchtige „Revolutionäre 1. Mai-Demo“ mit bis zu 15 000 Teilnehmern wird am Dienstagabend von Kreuzberg nach Mitte ins Regierungsviertel ziehen.

dpa

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