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Deutschland / Welt Polizei rüstet sich für Proteste in Deutschland
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizei rüstet sich für Proteste in Deutschland
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14:10 21.09.2012
Die in der Freiburger Fußgängerzone für Freitag angekündigte Demonstration gegen das Mohammed-Schmähvideo wird von einem größeren Polizeiaufgebot begleitet. Quelle: dpa
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Freiburg

Die bundesweit ersten Proteste gegen das umstrittene Mohammed-Video haben am Freitag die Sicherheitsbehörden in Alarmbereitschaft versetzt. Zu einer angemeldeten Demonstration in Freiburg gegen das in den USA entstandene Schmäh-Video erwartete die Polizei für den Nachmittag rund 800 Menschen. In Münster war eine Protestveranstaltung mit 1000 Teilnehmern angemeldet.

Ein Freiburger Polizeisprecher erklärte, die dortige Veranstaltung werde von einem starken Aufgebot an Beamten begleitet. Grund sei die weltweit angespannte Sicherheitslage. Man gehe aber davon aus, dass zu der Versammlung nach dem muslimischen Freitagsgebet alles friedlich bleibe.

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Auch in der Münsteraner Innenstadt erwarteten die Beamten für den Abend keine Zwischenfälle bei der Demo «Gegen den religionsbeleidigenden Film im Internet», wie eine Polizeisprecherin sagte.

In Göttingen beschmierte ein 26-Jähriger aus Protest gegen den Islam zwei Moscheen und die Räume eines islamischen Vereins. Er habe die Tat zugegeben, erklärte die Polizei. Er sprühte auch Schweineköpfe mit Turban - für Muslime eine Beleidigung - an die Wände der Einrichtungen, wie ein Polizeisprecher berichtete. Den Täter erwartet ein Verfahren wegen Sachbeschädigung.

Vertreter aus Religion und Politik bemühten sich, die Wogen zu glätten: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) appellierte „an alle Seiten, mäßigend einzuwirken“. Baden-Württembergs Integrationsministerin Bilkay Öney rechnete mit friedlichen Demos im Südwesten, weil gravierende Armut als Zündstoff für Gewalttätigkeiten fehle.


Weltweite Proteste gegen islamfeindliches VideoStepMap


Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hält das Video und die umstrittenen Karikaturen aus Frankreich aber nur für den Auslöser der Proteste. „Der eigentliche Grund ist, dass es ein großes Potenzial an Vorurteilen gegenüber dem Westen gibt“, sagte Mazyek dem Fernsehsender Phoenix. „Die Völker dort haben über viele Jahre gelitten und Demütigungen erfahren.“

Das von Privatleuten in den USA gedrehte Schmäh-Video „Unschuld der Muslime“ hat weltweit Proteste hervorgerufen. In der islamischen Welt hatte es eine Welle der Gewalt ausgelöst. Bei Protesten in Pakistan war am Freitag ein Demonstrant getötet worden.

dpa

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