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Deutschland / Welt Polizei umstellt tibetisches Kloster
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Polizei umstellt tibetisches Kloster
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07:30 02.03.2009
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Der Protest gegen die Unterdrückung der Tibeter durch die Regierung in Peking habe am Sonntag in der Präfektur Aba, einer tibetisch geprägten Region in der südwestlichen Provinz Sichuan, stattgefunden, erklärte die in New York ansässige Internationale Kampagne für Tibet am Montag unter Berufung auf Augenzeugen vor Ort. Hunderte Mönche des Sey-Klosters hätten sich damit gegen das Verbot von Gebeten während des buddhistischen Monlam-Festes gewendet. Außerdem hätten sie die Freilassung aller tibetischen Häftlinge gefordert.

Nach der Rückkehr der Mönche von der Protestveranstaltung umstellten nach Angaben der pro-tibetischen Organisation bewaffnete Polizisten das Kloster. Die ebenfalls in New York ansässige Organisation Studenten für ein freies Tibet bestätigte den Vorfall.

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Kurz vor dem 50. Jahrestag des gescheiterten Aufstands der Tibeter gegen die Führung in Peking am 10. März ist die Lage derzeit sehr angespannt. Vergangene Woche hatte sich ein Mönch in Aba selbst angezündet. Laut Studenten für ein freies Tibet ereignete sich der Zwischenfall, als Polizisten etwa tausend Mönchen den Zugang zum Kloster Kirti verwehrten.

Der Dalai Lama hatte wegen des bevorstehenden Jahrestags vor einem harschen Vorgehen Chinas gewarnt. Zugleich rief er die Tibeter auf, sich nicht provozieren zu lassen und Ruhe zu bewahren. Im März 2008 waren nach tibetischen Angaben mehr als 200 Tibeter getötet worden, als Peking mit harter Hand Proteste niederschlug, die mit dem 49. Jahrestag des gescheiterten Aufstands zusammenfielen.

afp