Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Putin-Partei kann weiter alleine regieren
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Putin-Partei kann weiter alleine regieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:38 05.12.2011
Die Kreml-Partei Einiges Russland war bei der Wahl, die den  Ämtertausch zwischen Putin (rechts) und Staatschef Dmitri Medwedew einleiten  soll, als Favorit ins Rennen gegangen.
Die Kreml-Partei Einiges Russland war bei der Wahl, die den Ämtertausch zwischen Putin (rechts) und Staatschef Dmitri Medwedew einleiten soll, als Favorit ins Rennen gegangen.
Anzeige
Moskau

Die Kremlpartei büßte im Vergleich zu Duma-Wahl 2007 die Zweidrittelmehrheit ein. Nach vorläufigem Stand reduzierte sich die Zahl der bisher 315 Mandate um 77. Geeintes Russland holte demnach am Sonntag knapp 50 Prozent der Stimmen, wie Tschurow nach Auszählung von rund 96 Prozent der Wahlzettel sagte.

Im Parlament sind nach Angaben von Tschurow alle vier bisherigen Parteien vertreten. Die Kommunisten kamen gegen Ende der Auszählung auf 19,16 Prozent der Stimmen und 92 Sitze, Gerechtes Russland auf 13,22 Prozent (64 Sitze) und die ultranationalistische Liberaldemokratische Partei von Wladimir Schirinowski auf 11,66 Prozent (56).

Die Wahl wurde von Wahlfälschungsvorwürfen und einer bisher beispiellosen Cyber-Attacke auf unabhängige Internetseiten überschattet. Regierungsgegner kündigten noch für Montag Massenproteste in Moskau an. Zu der Wahl für die Staatsduma waren am Sonntag rund 110 Millionen Bürger aufgerufen gewesen.

dpa/kas

Mehr zum Thema

Schlappe für Wladimir Putin: Nach Auszählung von fast allen Wahlzetteln hat die Partei "Geeintes Russland" weniger als 50 Prozent der Stimmen erhalten. Das ist ein deutlicher Einbruch im Vergleich zur Wahl von 2007, als die Partei 64,3 Prozent geholt hatte.

05.12.2011

Die Regierungspartei Geeintes Russland von Ministerpräsident Putin gewinnt erwartungsgemäß die Parlamentswahl im größten Land der Erde. Es ist der Auftakt zum geplanten Ämtertausch an der Spitze Russlands. Kremlgegner beklagen die Missachtung demokratischer Spielregeln.

05.12.2011
Deutschland / Welt Cyberattacke gegen Kritiker - Russland wählt neues Parlament

Die Energiegroßmacht Russland wählt unter internationaler Beobachtung ein neues Parlament. Die Abstimmung ist auch der erste Schritt zum geplanten Ämtertausch zwischen Regierungschef Putin und Präsident Medwedew. Kremlgegner kritisieren die Wahl als undemokratisch.

04.12.2011