Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Putin unterzeichnet Krim-Vertrag
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Putin unterzeichnet Krim-Vertrag
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:40 18.03.2014
Der russische Präsident Wladimir Putin schüttelt Hände mit der Krim-Führung nach der Unterzeichnung. Quelle: dpa
Anzeige
Moskau

Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vertrag über die Aufnahme der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim unterzeichnet. Auch Vertreter der prorussischen Krim-Führung setzten am Dienstag im Kreml ihre Unterschriften unter das Dokument. Die noch ausstehende Zustimmung des Parlaments gilt als sicher.

Es werde zwei neue Subjekte Russlands geben, sagte Putin in einer umjubelten Rede an die Nation im Kreml. Es handelt es sich um die Republik Krim und die dortige Hafenstadt Sewastopol. Die große Mehrheit der Russen und der Krim-Bewohner sei dafür. „Nur das Volk ist der Quell aller Macht.“

Anzeige

Putin bezeichnete das international nicht anerkannte Krim-Referendum über eine Angliederung an Russland als „überzeugend“. Es sei demokratisch und im Einklang mit internationalem Recht abgelaufen. Er verurteilte die vom Westen verhängten Sanktionen gegen sein Land. „Wir betrachten ein solches Vorgehen als verantwortungslos und eindeutig aggressiv.“ Russland werde angemessen darauf reagieren.

Nach Angaben von Frankreichs Außenminister Laurent Fabius wurde Russland wegen der Krim-Krise aus der Gemeinschaft der führenden Wirtschaftsnationen (G8) suspendiert. „Wir haben beschlossen, Russlands Teilnahme auszusetzen“, sagte Fabius dem Sender Europe 1. Die sieben führenden Industrieländer würden sich ohne Russland treffen. Auch über seinen Twitter-Account verbreitete Fabius die Information, die in anderen G8-Hauptstädten zunächst nicht kommentiert wurde.

dpa

Mehr zum Thema

US-Präsident Barack Obama hat ein Treffen der sieben wichtigsten Industriestaaten (G7) ohne Russland in der kommenden Woche angekündigt. Dabei sollten die Mitglieder das weitere Vorgehen in der Krim-Krise besprechen, teilte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, Caitlin Hayden, am Dienstag mit.

18.03.2014

Einreiseverbote, Kontensperrungen und die Aussicht auf Wirtschaftssanktionen lassen den Kreml kalt. Moskau erkennt die Krim als unabhängig an und treibt unbeirrt den Beitritt zu Russland zügig voran.

18.03.2014

Die EU-Außenminister haben nach dem Krim-Referendum am Montag Sanktionen gegen Russland beschlossen. Auch Verantwortliche in der Ukraine seien betroffen. Die Sanktionen umfassen Reisebeschränkungen und Kontensperrungen.

17.03.2014
18.03.2014
Deutschland / Welt Ex-Guerillaführer zum Wahlsieger erklärt - Sánchez Cerén neuer Präsident in El Salvador
17.03.2014