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Deutschland / Welt Stacey Abrams: Diese Frau erwidert für die Demokraten Trumps Rede
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20:31 04.02.2019
Die Afroamerikanerin Stacey Abrams zählt zum linken Flügel der Demokratischen Partei und gilt als wahlkampferfahren. Quelle: imago stock&people
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Washington

Es gibt nur wenige Momente in der amerikanischen Politik, in denen die Aufmerksamkeit des Landes so stark auf den Kongress gerichtet ist wie bei der „State of the Union address“. Die Rede an die Nation ist eine besondere Gelegenheit für den Präsidenten, um für seinen Kurs zu werben. Aber auch der Opposition bietet sich eine Chance: Auch dem Politiker, der die Antwort auf den Regierungschef liefert, ist eine herausgehobene Rolle sicher.

Auf Wunsch von Oppositionsführer Chuck Schumer wird Stacey ­Abrams am Dienstag auf den Auftritt des Präsidenten reagieren. Die Afroamerikanerin zählt zum linken Flügel der Demokratischen Partei und gilt als überaus wahlkampferfahren: Im November war sie bei der Gouverneurswahl in Georgia an dem republikanischen Kandidaten nur um Haaresbreite gescheitert, zuvor war sie über viele Jahre als Abgeordnete im Parlament ihres Heimatstaates tätig.

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Kaum jemand hat mit Stacey ­Abrams’ Erfolg gerechnet

Kaum jemand hatte zunächst damit gerechnet, dass Abrams ausgerechnet in dem Bundesstaat so weit nach vorn preschen würde, in dem das düstere Erbe des Südens noch so lange Schatten wirft. Doch Abrams propagierte so leidenschaftlich ein anderes gesellschaftliches Bild, dass ihr überraschend viele Herzen zuflogen.

Abrams stellt ihren festen Willen unter Beweis

Der Wahlkampf im vergangenen Jahr war sicherlich nicht die erste Gelegenheit, bei der die 45-Jährige ihren festen Willen unter Beweis stellte: Sie studierte an der renommierten Yale University, arbeitete als Geschäftsfrau, bevor sie schließlich zur Politik fand. Mit ihren Forderungen nach einer allgemeinen Krankenversicherung, höheren Mindestlöhnen, einer Reform des Strafrechts und ihrer Nähe zu den homosexuellen Interessenverbänden zählt ­Abrams zu den vielen Jungstars, die die Demokratische Partei – für amerikanische Verhältnisse – weiter nach links ziehen.

Mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2020 gilt die Auswahl der Rednerin in Washington ohnehin als klares Signal: Im parteiinternen Ringen der Demokraten dominiert zurzeit das Lager, das die Wahlentscheidung weniger in der Mitte der amerikanischen Gesellschaft sucht als eher am linken Flügel.

Von Stefan Koch/RND

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