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Deutschland / Welt Regierung: Kein „Kuschelkurs“ gegenüber Iran
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Regierung: Kein „Kuschelkurs“ gegenüber Iran
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14:01 03.01.2011
Sakineh Mohammadi-Aschtiani mit ihrem Sohn Sajjad. Quelle: dpa
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Die Bundesregierung setzt sich gegen Vorwürfe einer zu laschen Haltung bei den Bemühungen um eine Freilassung der beiden im Iran inhaftierten deutschen Journalisten zur Wehr. Der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans wies den Vorwurf, Teheran gegenüber einen „Kuschelkurs“ zu verfolgen, am Montag zurück. „Wir können diese Bewertung nicht nachvollziehen.“

Die beiden Reporter der „Bild am Sonntag“ werden seit bald drei Monaten festgehalten. Alle Hoffnungen auf eine Freilassung haben sich bislang zerschlagen.

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Steegmans betonte, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) alles unternehme, „um in dieser schwierigen Angelegenheit hilfreich zu sein“. Nähere Auskünfte gab der Regierungssprecher nicht. Ein Sprecher des Außenministeriums bekräftigte: „Die Bundesregierung setzt sich sowohl nach außen als auch bei den internen Gesprächen unmissverständlich für eine möglichst rasche Rückkehr der beiden Deutschen nach Deutschland ein.“

Die zwei Journalisten waren am 10. Oktober in der Provinzhauptstadt Täbris beim Versuch verhaftet worden, den Sohn und den Anwalt der Iranerin Sakineh Mohammadi-Aschtiani zu interviewen. Ihnen wird ein Verstoß gegen Visabestimmungen vorgeworfen. Mohammadi- Aschtiani sollte zunächst wegen Ehebruchs gesteinigt werden; nun könnte sie wegen Beihilfe zur Ermordung ihres Ehemannes zum Tode durch den Strang verurteilt werden.

dpa