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Deutschland / Welt Russland und Ukraine suchen Lösung im Gasstreit
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Russland und Ukraine suchen Lösung im Gasstreit
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16:04 02.06.2014
Nachdem ein Teil der Schuld beglichen ist, wird Russland nicht - wie zuletzt angedroht - von diesem Dienstag an den Gashahn zudrehen. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Brüssel

Nach der Begleichung eines Teils ihrer Schulden sucht die Ukraine im Streit mit Russland um Gaslieferungen weiter angestrengt nach einer Lösung. Der ukrainische Energieminister Juri Prodan und sein russischer Amtskollege Alexander Nowak kamen am Montagnachmittag in Brüssel mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger zu einer neuen Gesprächsrunde zusammen.

Am Morgen hatte das russische Energieministerium bestätigt, dass die Ukraine einen Teil ihrer Schulden in Höhe von 786,366 Millionen US-Dollar (etwa 576,88 Millionen Euro) bezahlt hat. Insgesamt schuldet die Ukraine aber für Lieferungen bis 1. April 2,237 Milliarden US-Dollar. Der Gasstreit belastet das seit der Annexion der Krim durch Russland ohnehin schwer angespannte Verhältnis beider Länder zusätzlich.

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Nachdem ein Teil der Schuld beglichen ist, wird Russland nicht - wie zuletzt angedroht - von diesem Dienstag an den Gashahn zudrehen. So sind auch Liefereinschränkungen in die Europäische Union zunächst abgewendet. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russische Gaslieferungen in die EU.

Neue Frist und Lieferung nur gegen Vorkasse

Der Chef des russischen Staatskonzern GazpromAlexej Miller, begrüßte, dass der ukrainische Versorger Naftogas nach monatelangem Streit mit der Schuldentilgung begonnen habe. Zugleich setzte Miller eine neue Frist zum Begleichen weiterer Schulden bis 9. Juni.

Gazprom liefere von nächster Woche an nur gegen Vorkasse, sollten die bis April aufgelaufenen Schulden nicht bezahlt sein, sagte Miller. Russland beziffert die ukrainischen Schulden einschließlich der geforderten Vorauszahlungen auf insgesamt 5,2 Milliarden US-Dollar, hatte sich aber im Fall einer teilweisen Schuldentilgung zu Gesprächen mit der Ukraine bereiterklärt.

Die Ukraine fordert wie in der Vergangenheit Rabatte für russische Gaslieferungen. Derzeit verlangt Gazprom den vertraglich vereinbarten Preis von 485,5 US-Dollar je 1000 Kubikmeter Gas. Die Ukraine will wie zuletzt nur 268 US-Dollar bezahlen.

Russland ist nach Angaben von Energiepolitikern bereit, sich auf 380 US-Dollar zu einigen. Die Ukraine wirft Russland vor, Gas als „politische Waffe“ einzusetzen.

dpa