Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt SPD-Experte: Proficlubs sollten bundesweit für Polizeikosten zahlen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt SPD-Experte: Proficlubs sollten bundesweit für Polizeikosten zahlen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:30 01.04.2019
Beim Fußball knallt es immer wieder – hier beim Spiel  Borussia Dortmund gegen Hertha BSC.
Beim Fußball knallt es immer wieder – hier beim Spiel Borussia Dortmund gegen Hertha BSC. Quelle: Bernd Thissen/dpa
Anzeige
Berlin

Der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Burkhard Lischka, hat nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig eine möglichst bundesweite Regelung der Beteiligung von Bundesligavereinen an den Polizeikosten bei Hochrisikospielen gefordert. „Ich begrüße das Urteil“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Vereine, die teilweise Umsätze wie Großkonzerne haben, können künftig für außergewöhnlich umfangreiche Einsätze maßvoll herangezogen werden, ohne dass der Steuerzahler allein auf den Kosten sitzen bleibt.“ Nun „sollte im Rahmen der Innenministerkonferenz ausgelotet werden“, ob eine bundesweite Regelung möglich sei, um einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen und damit auch Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Lischka mahnte allerdings, in unteren Amateurligen auf derartige Kostenbeteiligungen zu verzichten.

SPD und CDU einer Meinung

Ähnlich hatte sich zuvor der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) geäußert. Er sagte: „Auch wenn in Leipzig kein abschließendes Urteil gefällt worden ist, müssen wir die Entscheidung sorgfältig prüfen. Ich fände es gut, wenn wir dabei ein einheitliches Vorgehen aller Länder hinbekämen. Deshalb muss das Thema auf die Tagesordnung der nächsten Innenministerkonferenz im Juni in Kiel.“

Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Freitag geurteilt, dass es grundsätzlich verfassungskonform sei, bei Hochrisikospielen Gebühren zu nehmen, und damit dem Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) Recht gegeben.

Lesen Sie hier auch unseren Kommentar zu dem Urteil

Von Markus Decker/RND