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Deutschland / Welt SPD würdigt Schröder zum 70.
Nachrichten Politik Deutschland / Welt SPD würdigt Schröder zum 70.
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12:25 07.04.2014
Foto: Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD,r) freut sich in Berlin bei einem Empfang zu seinen Ehren über die Rede von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel.
Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD,r) freut sich in Berlin bei einem Empfang zu seinen Ehren über die Rede von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel. Quelle: Maurizio Gambarini
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Berlin

 „Bei allem was er getan hat, ist er aufs Ganze gegangen. Für sich, für die SPD, aber auch für das Land. “Schröder, der an diesem Montag 70 Jahre alt wird, stehe für eine Aufsteigergeschichte, sagte Gabriel. „Ich war unten, und das hat man mich spüren lassen“, habe er einmal selbst erzählt. Schröder wuchs in einfachen Verhältnissen auf und lernte seinen im Krieg gefallenen Vater nie kennen. „Ich bin stolz auf die SPD, dass sie solche Biografien wie die Deine möglich macht“, meinte Gabriel. Schröder selbst betonte: „Die Partei ist, auch wenn wir Streit hatten, immer mein Zuhause.“

Sie lagen manchmal miteinander über Kreuz. Aber die SPD weiß, was sie an Gerhard Schröder hat. Daher feiert sie den Altkanzler zum 70. Geburtstag.

Er habe sich aber vorgenommen, sich bei der Kommentierung der aktuellen Politik zurückzuhalten. Schröder konnte viele alte Weggefährten begrüßen, darunter seinen früheren Außenminister Joschka Fischer, Ex-Innenminister Otto Schily, Ex-SPD-Chef Franz Müntefering, seinen Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier, den Maler Markus Lüpertz und den Schauspieler Wolfgang Völz.

Gabriel betonte, mit dem rot-grünen Atomausstieg habe Schröder der Energiewende den Weg bereitet. Mit Blick auf die umstrittene Arbeitsmarktreform der Agenda 2010, die Frankreichs Präsident François Hollande als Vorbild preist, meinte Vizekanzler Gabriel: „Es soll, lieber Gerd, in diesem Raum Leute geben, die immer noch nicht ganz davon überzeugt sind.“ Ein Ziel des Abends sei es, sie unter Rotweineinfluss doch noch von der Agenda zu überzeugen.

Fraktionschef Thomas Oppermann, der wie Schröder und Gabriel seine politischen Wurzeln in Niedersachsen hat, sagte in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“, es gebe in der SPD „einen unglaublichen Respekt für Gerhard Schröder und seine politische Lebensleistung“. Er habe Deutschland aus dem Irak-Krieg herausgehalten, den Atomausstieg auf den Weg gebracht und die Arbeitsmarktreformen geschafft. „Kein Bundeskanzler vor ihm musste in so kurzer Zeit so riesige Herausforderungen bewältigen“, sagte Oppermann.

Die Agenda 2010, der Kosovo-Krieg, der 11. September: Gerhard Schröders Kanzlerschaft war ereignisreich. Viele seiner Entscheidungen waren umstritten, nicht zuletzt in der eigenen Partei. 

dpa/ska

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