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Deutschland / Welt Schon 24 Tote bei neuen Unruhen in Bangkok
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18:29 15.05.2010
Quelle: dpa
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Trotz einiger Todesfälle hat der thailändische Ministerpräsident Abhisit Vejjajiva seine Entschlossenheit bekräftigt, das Protestcamp der Opposition in der Hauptstadt Bangkok aufzulösen. „Es ist entscheidend, dass wir nicht umkehren und denen, die das Gesetz verletzen und bewaffnete Kämpfer aufstellen, erlauben, die Regierung einzuschüchtern“, sagte Abhisit am Sonnabend in einer landesweit ausgestrahlten Fernsehansprache. Trotz der Trauer über eine „große Anzahl“ von Todesfällen bei der Konfrontation würden die Sicherheitskräfte ihren Einsatz fortsetzen. Dieser sei „höchst angemessen“ und darauf gerichtet, „den Frieden im Land wiederherzustellen“.

Bei Straßenkämpfen zwischen oppositionellen Demonstranten und der Armee waren am Sonnabend nach Angaben von Rettungskräften acht Menschen getötet und knapp 50 weitere verletzt worden. Seit Beginn des Einsatzes gegen das mit Barrikaden aus Bambusstöcken, Autoreifen und Stacheldraht umgebenen Protestcamp am Donnerstagabend kamen damit insgesamt 24 Menschen ums Leben.

Abhisit sagte in seiner Rede, unter die Demonstranten hätten sich bewaffnete „Terroristen“ gemischt. Solange die oppositionellen Rothemden ihre Versammlungen fortsetzten, wären „die Terroristen weiter da, um die staatlichen Behörden und die Demonstranten anzugreifen“. Sie dürften aber nicht die „Bangkoker als Geiseln“ nehmen.

Bei den neuen Unruhen in Bangkok sind nach Krankenhausangaben schon mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 140 Menschen wurden bei den Scharmützeln zwischen Oppositionellen und Polizei und Armee verletzt.

Abhisit kritisierte, dass die Opposition nicht auf die Bedingungen seines Friedensplans eingegangen seien. Dieser sei „der einzige Weg zu Frieden und Rechtschaffenheit“ gewesen. „Es ist offensichtlich, dass die Ablehnung des Plans darauf abzielt, einer kleinen Gruppe von Menschen zu nutzen, die Bürgerkrieg und Verluste verursachen wollen“, fügte der Regierungschef hinzu.

Die Rothemden hatten am Mittwoch ein Ultimatum Abhisits verstreichen lassen, der ein Ende der Blockade gefordert hatte. Der Ministerpräsident zog daraufhin sein Angebot für vorgezogene Parlamentswahlen im November zurück.

dpa / afp

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