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Deutschland / Welt Schwarz-Gelb trotz Plus für Union ohne Mehrheit
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schwarz-Gelb trotz Plus für Union ohne Mehrheit
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09:17 03.09.2010
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Die schwarz-gelbe Koalition hat einer Umfrage zufolge trotz leichter Zugewinne für die Union weiter keine Mehrheit. Die CDU/CSU verbesserte sich im neuen Deutschlandtrend von Infratest dimap im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt auf 32 Prozent, wie Die FDP verharrte bei fünf Prozent, die SPD verschlechterte sich um einen Punkt auf 30 Prozent. Die Grünen erreichten erneut 17 Prozent, die Linken blieben bei zehn Prozent.

Bei der Frage nach einem geeigneten SPD-Kanzlerkandidaten schnitt Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier besser ab als der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel. Bei einem Herausforderer Steinmeier würden sich bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers 38 Prozent für den Fraktionschef aussprechen, 41 Prozent würden in diesem Fall für die Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) aussprechen. Träte Gabriel an, käme er auf 33 Prozent und Merkel auf 45 Prozent.

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Umfrage: Mehrheit der Deutschen gegen lange Akw-Laufzeitverlängerung

Die Mehrheit der Deutschen ist einer Umfrage zufolge gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke um zehn bis 15 Jahre. Im Deutschlandtrend von Infratest dimap sprachen sich 59 Prozent der Befragten gegen diesen Zeitrahmen aus, den Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) indirekt befürwortet, wie die ARD am Donnerstag unter Berufung auf die von ihr in Auftrag gegebene Umfrage mitteilte. 37 Prozent fänden es dagegen grundsätzlich richtig, die Akw-Laufzeiten um zehn bis 15 Jahre zu verlängern. Für die Umfrage wurden Anfang der Woche bundesweit rund 1000 Wahlberechtigte telefonisch befragt.

Unter bestimmten Bedingungen finden sich jedoch Mehrheiten für Laufzeitverlängerungen: 73 Prozent der Deutschen wären der Umfrage zufolge mit einer Verlängerung der Laufzeit einverstanden, „wenn ein wesentlicher Teil der zusätzlichen Gewinne der Stromkonzerne für den Ausbau erneuerbarer Energien eingesetzt“ werde. 59 Prozent wären mit einer Verlängerung der Laufzeit einverstanden, „wenn es dadurch mehr Arbeitsplätze in Deutschland geben würde“. 57 Prozent wären mit einer Verlängerung der Laufzeit einverstanden, „wenn dadurch die Strompreise sinken“.

Die schwarz-gelbe Koalition will am 28. September ihr Energiekonzept vorstellen, in dem auch die Frage der Atomlaufzeiten geklärt werden soll. Die Bundesregierung hatte am Montag das Energiegutachten vorgestellt, in dem drei Institute verschiedene Szenarien für Laufzeitverlängerungen von vier, zwölf, 20 und 28 Jahren berechnet hatten. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatten daraus aber unterschiedliche Schlussfolgerungen gezogen: Während Brüderle eher für eine Laufzeitverlängerung von bis zu 20 Jahren plädierte, ließ Röttgen seine Präferenz für deutlich kürzere Laufzeiten erkennen.

Röttgen erreichte im Deutschlandtrend von Infratest dimap unterdessen auf ein Umfragehoch. Die Zustimmung zur seiner politischen Arbeit stieg im vergangenen Monat leicht. 45 Prozent der Deutschen sind demnach mit seiner Arbeit zufrieden; das sind drei Punkte mehr als im Vormonat. 37 Prozent sind unzufrieden. Röttgen erreicht laut ARD damit den bislang besten für ihn gemessenen Wert und liegt im Mittelfeld der abgefragten Parteipolitiker.
afp