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Deutschland / Welt Schweden kündigt Ende von Kampfeinsatz in Afghanistan an
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Schweden kündigt Ende von Kampfeinsatz in Afghanistan an
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14:44 01.11.2010
Mit einer „langfristigen Partnerschaft“ will die NATO der Regierung Afghanistans die Angst vor einem 2011 beginnenden Rückzug der internationalen Truppen aus einigen Landesteilen nehmen.
Mit einer „langfristigen Partnerschaft“ will die NATO der Regierung Afghanistans die Angst vor einem 2011 beginnenden Rückzug der internationalen Truppen aus einigen Landesteilen nehmen. Quelle: dpa
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Auf einen entsprechenden Plan einigten sich am Montag in Stockholm der konservative Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt und die sozialdemokratische Oppositionschefin Mona Sahlin. Aus dem Oppositionslager stehen auch die Grünen hinter dem Abzugsplan. Damit hat sich Reinfeldt für die Donnerstag anstehende Abstimmung über ein neues Afghanistan-Mandat im neu gewählten Reichstag eine breite Mehrheit gesichert.

Das allianzfreie skandinavische Land hat im nördlichen Afghanistan 500 Soldaten als Teil der ISAF-Truppen im Einsatz. Fünf Angehörige der schwedischen Einheit sind bisher ums Leben gekommen. Reinfeldt sagte bei der Vorstellung des Plans: „Afghanistan muss selbst für die Sicherheit im eigenen Land sorgen. Aber wir brauchen auch langfristige Pläne für andere Hilfsleistungen.“

Vor der Reichstagswahl im September hatte das sozialdemokratisch geführte Oppositionslager den Beginn des Truppenabzugs für das kommende Frühjahr verlangt. Reinfeldts Minderheitsregierung wollte bisher überhaupt keine Festlegung auf Abzugsdaten. Von insgesamt acht Parlamentsparteien sind die Linkspartei und die rechtspopulistischen Schwedendemokraten nicht an dem jetzt vereinbarten Abzugsplan beteiligt.

dpa