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Deutschland / Welt Sechs Tote und viele Verletzte bei Schusswechseln
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21:21 14.08.2009
Die radikale Gruppierung Dschund Ansar Allah strebt eine strikte Anwendung des islamischen Rechts an. Quelle: SAID KHATIB/AFP

Nach Angaben von Rettungskräften wurden bei den Schusswechseln in Rafah am Freitag zudem mindestens 50 Menschen verletzt, davon zehn schwer. Die Kämpfe dauerten laut Augenzeugen am Abend an.

Die Polizei der radikalislamischen Hamas stürmte nach Augenzeugenberichten eine Stellung der Fundamentalisten in Rafah an der Grenze zu Ägypten, die sich in eine Moschee zurückgezogen hatten. Ein Toter ist nach Angaben der Rettungskräfte ein Mitglied der Hamas-Polizei. Demnach wurden bei dem Konflikt in Rafah im Süden des Gazastreifens zahlreiche Schüsse abgefeuert. Unter den Verletzten waren zahlreiche Unbeteiligte. Nach Angaben von Behörden in Ägypten wurde ein dreijähriger Junge schwer durch einen Querschläger verletzt.

Die Schüsse fielen den Augenzeugen zufolge, nachdem die radikale Gruppierung Dschund Ansar Allah in Rafah ein sogenanntes „Islamisches Emirat“ ausgerufen hatte. Dabei stellte die bewaffnete Gruppe demnach die Vorherrschaft der Hamas-Bewegung in Frage, die seit Juni 2007 den Gazastreifen kontrolliert. Das Hamas-Innenministerium drohte Bewaffneten daraufhin mit Verhaftung.

Dschund Ansar Allah („Die Soldaten der Jünger Gottes“) strebt eine strikte Anwendung des islamischen Rechts an und wirft der Hamas vor, in sittlichen Fragen zu liberal zu sein. Das auf die Beobachtung islamistischer Websites spezialisierten US-Institut SITE veröffentlichte die Gruppe am Freitag eine Erklärung, in der sie die Muslime im Gazastreifen aufrief, ihre Kämpfer „zu unterstützen und zu beherbergen“. Muslime in der restlichen Welt sollten den Kämpfern mit „Geld, Waffen und Männern“ helfen.

AFP

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