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Deutschland / Welt Sieben Tote bei Anschlag vor NATO-Hauptquartier
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Sieben Tote bei Anschlag vor NATO-Hauptquartier
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11:26 15.08.2009
Bei der Explosion in Kabul starben mindestens sieben Menschen. Quelle: afp

Wie das afghanische Verteidigungsministerium weiter mitteilte, waren unter den Verwundeten auch die Parlamentarierin Hawa Alam Nuristani und vier afghanische Soldaten. Die meisten erlitten demnach leichte Verletzung durch herumfliegende Glassplitter.

Wie ein Sprecher der NATO-Truppe ISAF sagte, wurden fünf ISAF-Soldaten verletzt, keiner jedoch lebensgefährlich. Die Nationalitäten nannte er zunächst nicht. Die radikalislamischen Taliban hatten sich zu dem Anschlag bekannt. Demnach galt der Anschlag der US-Botschaft, die sich in unmittelbarer Nähe zum Stützpunkt der NATO-Truppe ISAF in der afghanischen Hauptstadt befindet.

Am Sonnabendmorgen war direkt vor der Haupteinfahrt des Stützpunktes der NATO-Truppe ISAF ein mit Sprengstoff beladenes Auto in die Luft ging. Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag. Ein Sprecher sagte: “25 Amerikaner, Sicherheitsleute und Angestellte der Botschaft wurden getötet." Allerdings stellen sich Behauptungen der Taliban oft als falsch oder übertrieben heraus.

Da zum Zeitpunkt der Tat um 8.30 Uhr Ortszeit viele Menschen auf dem Weg zur Arbeit gewesen seien, werde die Zahl der Opfer vermutlich noch steigen, sagte der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, Mohammed Saher Asimi. Wie ein Reporter berichtete, verließen drei bis vier Krankenwagen das streng bewachte Gelände in der afghanischen Hauptstadt. Die Wucht der Explosion riss eine große Absperrung aus Beton nieder und entfachte ein Feuer. Einheimische Sicherheitskräfte und US-Soldaten riegelten das Gelände ab. Das NATO-Hauptquartier liegt rund 200 Meter vom Präsidentschaftspalast entfernt. In der Nähe befinden sich die Botschaften von den USA, Italien, Spanien und Indien.

Es war der erste Selbstmordanschlag in Kabul seit Monaten, nachdem die radikalislamischen Taliban und andere aufständische Gruppen im vergangenen Jahr eine Reihe solcher Anschläge in der afghanischen Hauptstadt verübt hatten. Im Vorfeld der Präsidentschaftswahl am Donnerstag riefen die Taliban die Afghanen zum Boykott der Abstimmung auf. Es wurde befürchtet, dass viele Wähler aus Angst vor Anschlägen nicht zur Wahl gehen. Amtsinhaber Hamid Karsai gilt bei der Präsidentschaftswahl als Favorit.

afp

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