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Deutschland / Welt Soldaten sterben bei Kämpfen zwischen Israel und Libanon
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Soldaten sterben bei Kämpfen zwischen Israel und Libanon
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15:26 03.08.2010
Israelische Soldaten patroullieren am Montag vor der libanesischen Grenze. Am Dienstag brachen neue Kämpfe zwischen beiden Ländern aus. Quelle: dpa
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Bei heftigen Kämpfen an der israelisch-libanesischen Grenze sind am Dienstag drei libanesische Soldaten getötet worden. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen wurden zudem zwei israelische Soldaten verletzt. Nach Darstellung des libanesischen Fernsehsenders Al-Manar, der von der islamischen Hisbollah-Bewegung kontrolliert wird, soll einer der israelischen Soldaten seinen Verletzungen erlegen sein. Die israelischen Streitkräfte verhängten mit Blick auf eigene Opfer eine Militärzensur.

Von der israelischen und libanesischen Seite gab es widersprüchliche Berichte über den Auslöser der neuen Gewalt. Nach Darstellung der libanesischen Armee soll eine israelische Einheit auf libanesisches Gebiet vorgedrungen sein. Ein israelischer Armeesprecher dementierte dies jedoch und betonte, die Soldaten seien zuerst beschossen worden, obwohl sie die Grenzlinie nicht überschritten hätten.

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Aus libanesischen Militärkreisen verlautete, dass zehn Artilleriegeschosse nahe einem libanesischen Armeeposten im Grenzdorf Adisseh eingeschlagen seien. Ein israelischer Armeesprecher sagte, er könne dies nicht bestätigen. Eine israelische Panzergranate habe außerdem ein Haus in Adisseh getroffen, hieß es aus Militärkreisen in Beirut. Dabei seien ein Zivilist und ein Soldat verwundet worden. Nach dieser Darstellung soll ein israelischer Panzer in libanesisches Gebiet eingedrungen sein. Israelische Soldaten hätten dort unter Feuerschutz Bäume fällen wollen.

Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz hatten sich im Sommer 2006 einen einmonatigen Krieg geliefert. Der Krieg, der durch Vermittlung der Vereinten Nationen beendet wurde, hatte begonnen, nachdem die Hisbollah an der Grenze zwei israelische Soldaten verschleppt hatte.

dpa