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Deutschland / Welt Weil will nicht SPD-Chef werden – und unterstützt Klingbeil
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Stephan Weil verzichtet auf Kandidatur zum SPD-Vorsitz

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21:56 29.07.2019
Hannover/Berlin

Der niedersächsische Ministerpräsident und SPD-Landeschef Stephan Weil wird sich im Herbst nicht um die Nachfolge von Andrea Nahles an der Spitze der Sozialdemokraten bewerben. Dies hat er den kommissarischen SPD-Vorsitzenden Manuela Schwesig, Malu Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel am Wochenende in einer Telefonkonferenz mitgeteilt. Das erfuhr unser RedaktionsNetzwerk Deutschland am Montag  aus Parteikreisen

Klingbeil: „Ein großartiger Job“

Weil habe demnach zudem erklärt, dass er SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bei dessen Bewerbung unterstützen werde. Klingbeil werden seit Längerem Ambitionen auf den SPD-Vorsitz nachgesagt. Wie Stephan Weil kommt auch er aus Niedersachsen. Seinen Wahlkreis „Rotenburg 1 – Heidekreis“ gewann Klingbeil bei der vergangenen Bundestagswahl als einer der wenigen Sozialdemokraten deutlich. Klingbeil hat an der Leibniz-Universität in Hannover Politik, Soziologie und Geschichte studiert. Gegenüber „Zeit Online“ hatte er zuletzt eine Kandidatur für den Parteivorsitz nicht ausgeschlossen. „Natürlich mache auch ich mir Gedanken. Aber alles zu seiner Zeit“, sagte er. „Für mich gilt erst mal: Ich will das Verfahren auf den Weg bringen.“ Der SPD-Vorsitz sei „ein großartiger Job“, sagte Klingbeil.

Stephan Weil hatte noch am Wochenende in einem Interview offengelassen, ob er doch für den SPD-Vorsitz antreten wird. Politik sei viel zu wechselhaft, um Dinge vorschnell auszuschließen, sagte er, betonte aber zugleich: „Ich habe in Niedersachsen eine wichtige und schöne Aufgabe und keine Ambitionen auf einen Wechsel nach Berlin“.

Kein Dementi aus der Staatskanzlei

Offiziell mochte die Staatskanzlei in Hannover am Montagabend nicht bestätigen, dass Weil seine Entscheidung getroffen hat. Regierungssprecherin Anke Pörksen dementierte allerdings auch nicht. Es handele sich um eine Spekulation wie viele andere auch, sagte sie der HAZ. Klingbeil und Weil sind nicht die einzigen Namen, die aus Niedersachsen in Verbindung mit einer möglichen Kandidatur gebracht wurden. Auch der Name Boris Pistorius wird genannt, der des niedersächsischen Innenministers. Er soll mit einer Kandidatur an der Seite der sächsischen Integrationsministerin Petra Köpping liebäugeln.

Bis zum 1. September haben Kandidaten für die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles noch Zeit, um sich zu bewerben. Öffentlich bekannt sind bisher die Bewerbungen der beiden Duos Karl Lauterbach/Nina Scheer und Michael Roth/Christina Kampmann.

Lars Klingbeil: Mehr über den Generalsekretär, der SPD-Vorsitzender werden will

Von Gordon Repinski/RND

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