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Deutschland / Welt Strohmänner auch bei Meuthen-Spende
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13:28 22.03.2019
Wer spendete an AfD-Chef Jörg Meuthen? Quelle: Michael Kappeler/picture alliance/dpa
Berlin

Mehrere angebliche Geldgeber der Schweizer Wahlkampfhilfe für AfD-Chef Meuthen haben angegeben, als Strohleute fungiert zu haben. Das geht aus Recherchen des „Spiegel“ und des Magazins „Report Mainz“ hervor. Die vorgelegte Liste mit zehn Namen, die die Unterstützung von Meuthens Wahlkampagne 2016 durch die Schweizer PR-Firma Goal AG finanziert haben sollen, ist danach zumindest in Teilen falsch. Mindestens zwei der aufgeführten Finanziers gaben inzwischen zu, als Strohleute fungiert zu haben.

Erst vor drei Tagen schrieb die AfD an die Bundestagsverwaltung, dass die Spendernamen nach ihrer Auskunft korrekt seien. Die Goal AG hatte auf Anfrage der AfD geantwortet, dass die bereits genannten zehn Spender die knapp 90 000 Euro Gegenwert für Meuthens Wahlkampfkosten aufgebracht haben. Die knapp 45 000 Euro für die Unterstützung von Guido Reils Wahlkampf hätten sechs Spender aufgebracht. Die Spenderlisten liegen der Bundestagsverwaltung vor. Goal-AG-Chef Segert versicherte auf Anfrage der AfD, dass diese 16 Personen auch die echten Spender sind. Damit ist Segert entweder selbst getäuscht worden oder hat der AfD die Unwahrheit gesagt.

An der Identität der Namen gab es Zweifel, da einige von ihnen tauchen auch auf einer Liste von 14 Namen auf, die von der Zürcher Firma PWS im Falle Weidel an die Partei übermittelt wurde. Den Ermittlern in Baden-Württemberg sollen aber einige von ihnen gesagt haben, dass sie nicht gespendet haben, sondern sich gegen Geld auf die Liste schreiben ließen.

Die Bundestagsverwaltung fordert daher nach RND-Informationen von der AfD, eigene Recherchen anzustellen und die korrekten Namen zu übermitteln. „Die Behauptung, bestimmte Personen seien Spender, ist daher durch geeignete Nachweise, wie etwa Überweisungsbelege, zu untermauern.“ Die AfD aber stellt sich quer: Die Zuwendungen an Meuthen und Reil sind aus ihrer Sicht keine Spenden an die Partei, sondern nur an die Direktkandidaten gewesen.

Von RND/jps

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