Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt „Die Welt kommt nach Südafrika“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt „Die Welt kommt nach Südafrika“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:07 09.12.2013
Trauer in Südafrika: Am Dienstag soll mit einer zentralen Feier dem Tod von Nelson Mandela gedacht werden. Quelle: dpa
Anzeige
Pretoria

Woche der Trauer um Nelson Mandela: Nach dem Tod des südafrikanischen Nationalhelden werden zum zentralen Staatsakt in Johannesburg an diesem Dienstag 70 amtierende und 10 ehemalige Staats- und Regierungschefs erwartet. Dies berichtete das südafrikanische Außenministerium am Montag in Pretoria. „Die ganze Welt kommt im wahrsten Sinne des Wortes nach Südafrika“, sagte Ministeriumssprecher Clayson Monyela, darunter „auch Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen“. Das sei „beispiellos“ in der Geschichte des Landes.

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger war am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Er hatte sein Land in die Demokratie geführt.

Anzeige
Freiheitskämpfer, Versöhner, Friedensstifter, Stimme und Gewissen Afrikas - Nelson Mandela, Friedensnobelpreisträger und erster schwarzer Präsident Südafrikas wird weltweit verehrt und geachtet. Jetzt ist er gestorben.

Die zentrale Gedenkfeier findet am Dienstag zwischen 11.00 und 15.00 Uhr Ortszeit (10.00 bis 14.00 Uhr MEZ) im FNB-Stadion in Johannesburg statt. Es bietet Platz für mehr als 90.000 Menschen. Der Leichnam Mandelas wird nicht im Stadion aufgebahrt sein. Der Trauerakt wird an 90 Orten im Land auf Großleinwänden sowie in drei weiteren Stadien von Johannesburg für die Öffentlichkeit übertragen.

Südafrikas Präsident Jacob Zuma und andere Staatsoberhäupter werden nach Regierungsangaben bei dem Staatsakt Reden halten. Näheres dazu wurde zunächst nicht bekannt. Logistisch stünde die Regierung vor „einer sehr schweren Aufgabe“, sagte Monyela.

Die Mehrheit der Staatsgäste sollte bereits am Montag ankommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon wollte an diesem Tag das Domizil Mandelas besuchen.

Zu den Trauerfeierlichkeiten kommen wollen unter anderem US-Präsident Barack Obama mit Ehefrau Michelle sowie die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George W. Bush. Neben Bundespräsident Joachim Gauck werden am Dienstag auch Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron erwartet. Für Großbritannien wird Prinz Charles in Vertretung von Königin Elizabeth II am Sonntag zur Beerdigung nach Südafrika reisen.

Am Sonntag hatte Südafrika als nationalen Tag der Trauer und des Andenkens an „den größten Sohn der Nation“, wie Zuma Mandela nannte, begangen. Millionen Südafrikaner gedachten in Gotteshäusern aller großen Religionen des großen Freiheitshelden und nationalen Versöhners.
Von Mittwochmorgen an soll der Leichnam Mandelas drei Tage lang im Amphitheater vor dem Regierungskomplex „Union Buildings“ in der Hauptstadt Pretoria öffentlich aufgebahrt werden. Beigesetzt werden soll der Nationalheld am Sonntag in Qunu am Ostkap, wo er aufgewachsen war. Hier werden etwa 9000 Trauergäste erwartet.

Die Staatsgäste können nach Angaben der südafrikanischen Regierung selbst entscheiden, an welchen der Trauerfeierlichkeiten sie teilnehmen möchten. Die meisten wollten aber zum Staatsakt nach Johannesburg kommen. Am 16. Dezember, in Südafrika als „Versöhnungstag“ ein Feiertag, wird vor den Union Buildings in Pretoria ein Mandela-Denkmal enthüllt werden.

dpa

Mehr zum Thema
Überregional Respektsbekundung nach Spiel in Türkei - Ärger für Drogba wegen Mandela-Shirt

Den ivorischen Fußballstars Didier Drogba und Emmanuel Eboue droht nach einer Respektsbekundung für Nelson Mandela Ärger in der Türkei. Die beiden Profis des Spitzenclubs Galatasaray Istanbul müssten sich vor dem Disziplinarkomitee des türkischen Fußballverbandes TFF verantworten, berichteten türkische Medien am Sonntag.

08.12.2013

Langer Abschied von Nelson Mandela: Millionen Südafrikaner gedenken in Gotteshäusern des Nationalhelden. Die Liste der Staatsgäste für die Trauerfeiern am Kap ist schon jetzt lang. Deutschland wird durch Bundespräsident Gauck vertreten, Kanzlerin Merkel kommt nicht.

08.12.2013
Kultur „Mandela - Der lange Weg zur Freiheit“ - Madibas Geschichte kommt ins Kino

Das Leben des südafrikanischen Nationalhelden Nelson Mandela in weniger als drei Stunden komprimiert: Mit dem Film "Mandela - Der lange Weg zur Freiheit" ist der Versuch gewagt worden. Ende Januar kommt er ins Kino.

07.12.2013
09.12.2013
09.12.2013
Deutschland / Welt Junge Sozial- und Christdemokraten gegen Koalition - Nachwuchskräfte proben den Aufstand
08.12.2013