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Deutschland / Welt Folgt auf den Schuldspruch die Todesstrafe?
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21:29 23.08.2013
Nidal Hasan soll bei einem Amoklauf in Texas 13 Menschen verwundet und 31 weitere verletzt haben. Quelle: rtr
Washington

Ein US-Militärgericht hat den Militärpsychiater Nidal Hasan wegen eines Amoklaufs mit 13 Toten auf dem Stützpunkt Fort Hood schuldig gesprochen. Er wurde erwartungsgemäß wegen 13-fachen vorsätzlichen Mordes und Mordversuchs in 32 Fällen verurteilt, berichtete die Zeitung "Austin American-Statesman" am Freitag. Das Strafmaß werde aber erst später verkündet. Dem 42-jährigen Hasan, der die Tat bereits gestanden hatte, drohe die Todesstrafe.

Hasan hatte im November 2009 auf der Militärbasis in Texas ein Blutbad angerichtet. Er hatte sich in dem Verfahren bereits schuldig bekannt und auf jede Verteidigung verzichtet. Prozessbeobachter meinten, er strebe seine Hinrichtung geradezu an. Es wäre das este Mal seit 1961, dass ein aktiver US-Soldat hingerichtet wird. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, er habe sich als islamistischer Dschihad-Krieger verstanden und so viele US-Soldaten wie möglich erschießen wollen. Hasan wurde bei der Tat von der Polizei überwältigt und ist seitdem von der Hüfte abwärts gelähmt.

"Die Beweise werden klar zeigen, dass ich der Schütze bin", sagte Hasan in einer kurzen Eingangserklärung zum Beginn des Verfahrens. Er habe den gesamten Prozess praktisch wortlos und ohne Regung verfolgt, berichteten Prozessbeobachter aus dem Gerichtssaal in Texas. Auch die Urteilsverlesung am Freitag habe er äußerlich mit stoischer Ruhe aufgenommen.

Hasan habe bei seinem Amoklauf zwei Waffen und mehr als 400 Schuss Munition bei sich gehabt und wild um sich gefeuert. Als Motiv gab der Militärpsychiater in Voranhörungen an, er habe mit seiner Tat die radikalislamischen Taliban in Afghanistan vor US-Soldaten schützen wollen. Dem Angeklagten droht die Todesstrafe, falls sich die 13 Mitglieder der Jury einmütig dafür entscheiden sollten. Hasan könnte die Vollstreckung nach Meinung von Experten aber durch juristische Manöver viele Jahre hinauszögern.

dpa

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