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Deutschland / Welt Trauerfeier für Opfer des Anschlags auf Mallorca
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Trauerfeier für Opfer des Anschlags auf Mallorca
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14:25 31.07.2009
Ministerpräsident Zapatero (rechts) bei der Trauerfeier in Palma de Mallorca.
Ministerpräsident Zapatero (rechts) bei der Trauerfeier in Palma de Mallorca. Quelle: afp
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Der sozialistische Regierungschef sowie Oppositionsführer Mariano Rajoy besuchten am Freitag eine Kapelle im Almudaina-Palast der Inselhauptstadt Palma de Mallorca, in der die Särge der beiden getöteten Polizisten aufgebahrt waren.

Die sterblichen Überreste der Anschlagsopfer, zwei 27 und 28 Jahre alte Beamte der Guardia Civil, sollten gegen Mittag in die Kathedrale von Palma gebracht werden, wo Militärbischof Juan del Rio Martin einen Trauergottesdienst abhalten sollte. Zu der Trauerfeier wurden außer Zapatero und Rajoy auch Angehörige der Polizisten sowie Innenminister Alfredo Peréz Rubalcaba und Verteidigungsministerin Carme Chacón erwartet. Auch der spanische Kronprinz Felipe, seine Frau Letizia und mehrere andere Mitglieder der Königsfamilie wollten kommen.

Derweil läuft der Flugbetrieb zwischen Deutschland und der Insel wieder weitgehend planmäßig. Die erste Maschine von Düsseldorf nach Mallorca sei am Freitag pünktlich um 6.08 Uhr gestartet, sagte eine Sprecherin des Flughafens. Im Tagesverlauf könne es aber noch vereinzelt zu Verspätungen kommen. Auch zwischen Berlin und Mallorca verlief wieder alles normal. Alle drei Flugzeuge seien am Freitagmorgen von Tegel und Schönefeld pünktlich gestartet, sagte ein Sprecher der Berliner Flughäfen. Am Donnerstag sei es nach der vorübergehenden Sperrung des Flughafens von Palma de Mallorca zu zwei- bis dreistündigen Verspätungen gekommen. Auch von Frankfurt am Main nach Mallorca ging nach Angaben eines Flughafensprechers wieder alles nach Plan.

An diesem Freitag jährt sich zum 50. Mal die Gründung der baskischen Untergrundorganisation ETA. In ihrem gewaltsamen Kampf für einen unabhängigen Baskenstaat tötete sie mehr als 820 Menschen. Einen Tag vor dem Anschlag auf Mallorca waren bei einem mutmaßlichen ETA-Anschlag durch eine Autobombe vor einer Kaserne der Guardia Civil im nordspanischen Burgos 64 Menschen verletzt worden.

Wie tagesschau.de berichtet, fanden Ermittler am späten Donnerstagabend einen weiteren Sprengsatz. Dieser war an einem Auto der Guardia Civil angebracht. Er wurde von Experten schließlich kontrolliert zur Explosion gebracht.

afp/frs