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Deutschland / Welt Treffen der Syrien-„Freunde“ in Paris
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09:21 06.07.2012
Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die syrische Opposition aufgefordert, ihren Streit zu beenden. Quelle: dpa
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Paris

Dort kommen auf Einladung von Frankreichs Staatspräsident François Hollande Vertreter von etwa 100 Staaten und internationalen Organisationen zusammen, um über einen Ausweg aus dem Syrien-Konflikt zu beraten.

Trotz einer Reihe von Rückschlägen in den vergangen Tagen warb Westerwelle erneut für eine politische Lösung. „Ich sehe in einer militärischen Intervention keinen Lösungsweg. Das würde letztlich dazu führen, dass ein Flächenbrand in der Region die Länder in der gesamten Region anzünden würde.“

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Vertreter aus rund 100 Staaten wollen am in Paris über das weitere Vorgehen in der Syrien-Krise beraten. Ziel des Treffens ist es, den Druck auf Machthaber Baschar al-Assad weiter zu erhöhen. Der Konflikt zwischen syrischen Sicherheitskräften und Regimegegnern hat inzwischen deutlich mehr als 10.000 Tote gefordert. Ein schnelles Ende der Gewalt ist nach wie vor nicht in Sicht. Und auch in Paris wird nicht mit einem Durchbruch gerechnet.

Russland boykottiert die Konferenz und will sich nicht von Assad abwenden. Deutschland wird bei dem Treffen der sogenannten Syrien-Freundesgruppe von Bundesaußenminister Guido Westerwelle vertreten. Er hatte am Donnerstag noch bei einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow vergeblich versucht, Moskau zu einem Positionswechsel zu bewegen.

Lawrow unterstrich einmal mehr die Haltung der UN-Vetomacht, wonach Russland eine Einmischung von außen sowie Forderungen nach einem Rücktritt von Assad kategorisch ablehnt. Vorschläge aus dem Westen, Assad könne in Russland Asyl erhalten, wies er als „Witz“ zurück.

Unterdessen zeigt das Regime von Machthaber Baschar al-Assad weiter Auflösungserscheinungen: Brigadekommandeur Manaf Tlass, ein ehemaliger Vertrauter der Assad-Familie, hat sich nach Medienberichten abgesetzt. Der in der Türkei ansässige Kommandeur der Freien Syrischen Armee, Riad al-Asaad, bestätigte die Fahnenflucht in einem Interview mit dem Nachrichtensender Al-Dschasira.

Die syrische Muslimbruderschaft erklärte, Tlass habe in seinem Haus im Damaszener Stadtteil Messe seit Monaten unter Hausarrest gestanden. Er gehörte zu den wenigen Sunniten an der Spitze des Sicherheitsapparats. Die meisten anderen Kommandeure und Milizenführer gehören wie Assad zur Minderheit der Alawiten.

Keine Bestätigung gab es für Gerüchte, wonach Tlass bereits auf den Weg nach Frankreich sein soll. Einige Regimegegner erklärten, sie könnten Tlass nicht in ihren Reihen akzeptieren, da er über Jahre eine der Symbolfiguren des Regimes gewesen sei.

dpa