Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland / Welt Uiguren-Führerin: 400 Tote bei Unruhen in China
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Uiguren-Führerin: 400 Tote bei Unruhen in China
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:19 08.07.2009
Quelle: Goh Chai Hin/afp
Anzeige

Das schrieb die im Exil lebende Uiguren-Führerin Rebiya Kadeer am Mittwoch in einem Beitrag für die asiatische Ausgabe der Zeitung „Wall Street Journal“. Bei ihren Angaben berief sich die 62-Jährige auf eigene Quellen in der Provinz Xinjiang, die von den Uiguren als Ostturkestan bezeichnet wird. Nach offiziellen Angaben kamen bei den Auseinandersetzungen am Wochenende mehr als 150 Menschen ums Leben.

Die Proteste hätten sich mittlerweile über die Regionalhauptstadt Urumqi hinaus auf andere Teile der Provinz ausgeweitet, berichtete Kadeer. So gebe es auch unbestätigte Berichte über mehr als 100 Tote in der Stadt Kashgar. Besorgt zeigte sich die Uiguren-Führerin über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen der chinesischen Behörden wie Hausdurchsuchungen und Festnahmen.

Kadeer erklärte, dass sie Gewaltanwendung auf beiden Seiten ablehne. Sie verurteile die “übertriebene Gewalt gegen Demonstranten“ genauso wie die Übergriffe der Uiguren bei einer zunächst friedlichen Demonstrantion gegen den Tod zweier uigurischer Fabrikarbeiter am Wochenende. Peking wirft der Chefin des Uigurischen Weltkongresses vor, die Ausschreitungen angestiftet zu haben. Die Uiguren machen dagegen die chinesische Seite für die Gewalt verantwortlich.

afp