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Deutschland / Welt Putin sieht Militäreinsatz als „letztes Mittel“
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Putin sieht Militäreinsatz als „letztes Mittel“
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12:22 04.03.2014
Russlands Staatschef Wladimir Putin sieht derzeit keine Notwendigkeit für die Entsendung russischer Truppen in das Nachbarland. Quelle: dpa
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Moskau

Ungeachtet der schwierigen Lage in der Ukraine sieht Russlands Staatschef Wladimir Putin derzeit keine Notwendigkeit für die Entsendung russischer Truppen in das Nachbarland, behält sich aber "alle Mittel" zum Schutz seiner Bürger in der Ukraine vor. Jede Entsendung russischer Truppen in die Ukraine wäre "legitim", betonte Putin am Dienstag in einem live übertragenen Fernsehinterview. Er hatte sich am Wochenende vom russischen Parlament grünes Licht für eine militärische Intervention in der Ukraine geben lassen. Putin bezeichnete zudem den Ende Februar vom Parlament in Kiew abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch als den einzig legitimen Präsidenten der Ukraine. 

"Aus rechtlicher Sicht gibt es nur einen legitimen Präsidenten. Es ist klar, dass er nicht die Macht hat. Aber ich habe bereits gesagt und ich will es wiederholen, der legitime Präsident aus rein rechtlicher Sicht ist eindeutig Janukowitsch", sagte Putin. Die Absetzung Janukowitschs durch das ukrainische Parlament infolge tagelanger blutiger Straßenkämpfe in Kiew wertete der russische Präsident als bewaffneten Putsch. "Es kann nur eine einzige Bewertung der Ereignisse in Kiew und der Ukraine geben: Es handelt sich um einen verfassungswidriger Staatsstreich und eine gewaltsame Machtergreifung", sagte Putin. Es waren seine ersten öffentlichen Äußerungen zu der anhaltenden Krise im Nachbarstaat.

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afp

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