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Deutschland / Welt Venezuela spekuliert über gezielte Krebsinfizierung von Chávez
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Venezuela spekuliert über gezielte Krebsinfizierung von Chávez
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22:59 05.03.2013
Sein Zustand hat sich verschlechtert: Hugo Chávez und seine Töchter.
Sein Zustand hat sich verschlechtert: Hugo Chávez und seine Töchter. Quelle: dpa
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Caracas

Der Gesundheitszustand des krebskranken venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez hat sich verschlechtert und die Regierung tritt die Flucht nach vorne an. Vize-Präsident Nicolás Maduro spekulierte öffentlich über eine möglicherweise gezielt vorgenommene Infizierung des 58-Jährigen mit der Krankheit und will dies zu gegebener Zeit von einer Spezialkommission aus Wissenschaftlern untersuchen lassen. Das kündigte er am Dienstag bei einer Sitzung des Kabinetts mit der Militärführung des Landes an.

Er warf den „historischen Feinden“ Venezuelas, darunter den USA, vor, einen „psychologischen und schmutzigen Krieg“ gegen Venezuela zu führen. Als eine Reaktion verwies Maduro den US-Militärattaché David del Mónaco des Landes, weil dieser „konspirative Pläne“ verfolgt habe. Er habe sich mit venezolanischen Militärs getroffen, um Pläne zur Destabilisierung des Landes voranzutreiben. Del Mónaco habe 24 Stunden Zeit, Venezuela zu verlassen. Außenminister Elías Jaua kündigte kurz darauf mit derselben Begründung die Ausweisung eines zweiten US-Militärattachés, Deblin Costal, an.

An die Venezolaner appellierte Maduro, für den kranken Chávez zu beten, der nach seiner Operation am 11. Dezember in Havanna derzeit „die schwierigsten Stunden“ durchmache. Chávez war am 18. Februar nach über zwei Monaten aus Kuba nach Caracas zurückgekehrt, wo er seitdem in einem Militärhospital liegt. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich am Montag nach einer neuerlichen schweren Entzündung der Atemwege.

„Der allgemeine Gesundheitszustand bleibt sehr heikel“, sagte Informationsminister Ernesto Villegas in Caracas. „Es liegt eine Verschlechterung der Atemwegfunktion vor, die mit seiner Immunschwäche zusammenhängt.“ Chávez müsse sich einer starken Chemotherapie unterziehen. Der Präsident hänge „weiter an Christus und am Leben“ und sei sich seines schwierigen Gesundheitszustandes bewusst, fügte der Minister hinzu.

Maduro erklärte, die Gegner hätten immer Möglichkeiten gesucht, die Gesundheit „unseres Kommandanten“ zu schädigen. „Das wird von einer speziellen Kommission untersucht werden. Wir haben schon Hinweise und es wird der Moment kommen, diese Untersuchungen durchzuführen“, sagte der Vize-Präsident, der durch die Erkrankung des Staatschefs de facto die Amtsgeschäfte führt.

dpa