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Deutschland / Welt Waffenruhe im Gazastreifen erreicht
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Waffenruhe im Gazastreifen erreicht
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12:18 13.03.2012
Foto: Nach tagelangen Auseinandersetzungen ist zwischen Israel und Palästinensern angeblich eine Waffenruhe erreicht worden.
Nach tagelangen Auseinandersetzungen ist zwischen Israel und Palästinensern angeblich eine Waffenruhe erreicht worden. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Tel Aviv

Nach viertägigen gegenseitigen Angriffen mit Toten und Verletzten haben Israelis und militante Palästinenser im Gazastreifen eine Waffenruhe vereinbart. Das bestätigten beide Seiten. Am Dienstag kam es nur noch zu vereinzelten Einschlägen von Mörsergranaten in Israel. Die israelische Luftwaffe flog zunächst keine Angriffe mehr. Insgesamt wurden seit Freitag 25 überwiegend militante Palästinenser getötet und etwa 70 verletzt. In Israel gab es etwa zehn Verletzte.

Die Übereinkunft sei von Ägypten eingefädelt worden, sagte der Sprecher der militanten Palästinenser-Organisation Islamischer Dschihad, Dahud Schihab, in Gaza. „Wir halten uns aber nur an die Waffenruhe, solange die Besatzer (Israel) sich daran halten“, warnte er. Auch der israelische Minister für Zivilschutz, Matan Wilnai, bestätigte die Übereinkunft: „Es besteht Einvernehmen“, sagte er Radio Israel. „Im Augenblick gibt es einen Trend, dass sich die Lage beruhigt, und es scheint, dass diese Runde (der Gewalt) hinter uns liegt“, fügte der Minister hinzu.

Auslöser der schwersten Kämpfe seit vergangenem August war die Tötung des Chefs der radikalen Palästinenserorganisation Volks-Widerstandskomitee, Zuher al Kesi, und eines seiner Helfer am Freitag. Er habe einen schweren Terroranschlag gegen Israel vom Sinai aus geplant, hieß es zur Begründung.

Militante Palästinenser begannen daraufhin, die in der Nähe des Gazastreifens gelegenen israelischen Orte mit Raketen und Mörsergranaten zu beschießen. Dabei zielten sie wahllos auf Wohngebiete, in denen etwa eine Million Menschen leben. Die israelische Raketenabwehr konnte die meisten der auf Städte gerichteten Raketen abfangen.

Dennoch wurden mehrere Menschen verletzt und es gab erhebliche Schäden. Die Schulen in den betroffenen Regionen im Süden des Landes mussten drei Tage geschlossen bleiben und viele Menschen wegen hysterischer Anfälle behandelt werden. Israel reagierte mit etwa 40 gezielten Luftangriffen, bei denen bis Montagabend nach palästinensischen Angaben insgesamt weitere 23 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt wurden. Bei den meisten der Opfer handelte es sich auch nach palästinensischen Angaben um Mitglieder militanter Gruppen.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.