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Deutschland / Welt Westerwelle schmeichelt den Polen
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Westerwelle schmeichelt den Polen
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19:34 01.11.2009
Guido Westerwelle (links) und Radoslaw Sikorski. Quelle: afp
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Das geplante Zentrum gegen Vertreibungen solle ein „Beitrag zur Versöhnung“ sein. Die Freundschaft zwischen beiden Ländern sei ihm „sehr wichtig“, sagte Westerwelle nach einem Treffen mit seinem Kollegen Radoslaw Sikorski. Er wolle mit seinem Besuch das klare Zeichen setzen, dass die enge Freundschaft, die Deutschland mit seinen westlichen Nachbarländern pflege, auch mit den östlichen Nachbarn vertieft werden solle.

Auf die Frage, ob die in Polen umstrittene Vertriebenenpräsidentin Steinbach einen Sitz im Stiftungsrat des geplanten Zentrums gegen Vertreibungen erhalten solle, sagte Westerwelle, die Gedenkstätte solle ein Projekt sein, „das ein Beitrag zur Versöhnung ist“. Die Bundesregierung werde „alles unterlassen, was diesem Gedanken entgegensteht“. Die Planungen für die in Berlin vorgesehene Dokumentationsstätte hatten die Beziehungen belastet. Westerwelle wurde nach dem Treffen mit Sikorski auch von Polens Staatschef Lech Kaczynski empfangen. Heute reist der Außenminister zu weiteren Antrittsbesuchen in die Niederlande und nach Frankreich. In Paris trifft er sich auch mit Premierminister François Fillon und Präsident Nicolas Sarkozy.

von Knut Krohn