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Wie Gerhard Schröder AKK demütigt – und Merkel damit hilft

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21:50 07.09.2019
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ist momentan laut Umfragen nicht sonderlich hoch angesehen. Nun hat Gerhard Schröder (SPD) auch noch öffentlich gegen sie als Kanzlerkandidatin gewettet. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Berlin

Normalerweise trifft es eher die eigene Partei – nun hat sich Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) ausgerechnet in eine heikle Diskussion in der Union eingemischt, die bisher hinter den Kulissen tobte: Wer soll der nächste Kanzlerkandidat von CDU/CSU werden?

Für den „Genossen der Bosse“ ist die Sache klar: Er glaubt nicht, dass CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Richtige ist, und wettet sogar öffentlich gegen sie. Eine Demütigung! Stattdessen macht sich Schröder ziemlich unverholen für NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stark.

Nur eine kann sich über AKKs Performance wirklich freuen

Nun könnte AKK mit den Schulter zucken und sagen: Was kümmert mich das Gerede des SPD-Altkanzlers? Allerdings: Was Schröder sagt, denken in der Union und – ausweislich der Umfragen – auch unter den Anhängern der Partei sehr viele. Wirklich zufrieden mit der Arbeit der Parteivorsitzenden ist vermutlich nur Angela Merkel. Denn bisher hat AKK nicht den Eindruck erweckt, als sei das Land mit ihr statt Merkel im Kanzleramt besser dran. Das erhöht Merkels Chancen, bis 2021 an der Macht zu bleiben.

Noch ist AKK in der „K-Frage“ nicht ganz aus dem Rennen, und manchmal leben Totgesagte auch länger. Aber die freche Attacke des Instinktpolitikers Schröder zeigt: Viel Zeit bleibt AKK wohl nicht mehr, ihre Partei und die Menschen von sich zu überzeugen. Kann sie CDU/CSU nicht bald eine glaubwürdige Machtperspektive mit ihr als Anführerin eröffnen, dürften die Merzens, Laschets oder Söders in der Union leichtes Spiel haben.

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Von Christian Burmeister/RND

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