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Deutschland / Welt Wulff hat bereits konkrete Pläne für Schloss Bellevue
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Wulff hat bereits konkrete Pläne für Schloss Bellevue
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12:46 27.06.2010
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) mit seiner Frau Bettina beim "Tag der Niedersachsen" in Celle. Quelle: ap
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Der Kandidat von Union und FDP für die Bundespräsidentenwahl, Christian Wulff, will im Falle seines Wahlsieges das Schloss Bellevue zu einer Denkfabrik ausbauen und auch seinen Mitbewerber Joachim Gauck als Berater gewinnen. „Im neuen Amt wird es um Anstöße zu großen Fragen unserer Zeit gehen wie die Bewältigung der demografischen Entwicklung, die Verhinderung einer Überforderung der jungen Generation sowie die Integration von Migranten“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

Deswegen wolle er das Schloss Bellevue zu einer Denkfabrik für Deutschland machen. „Wissenschaftler, Politiker, Künstler, kluge Köpfe könnten dabei helfen, Anregungen zu geben, unser Land modern und zukunftsfest zu machen. Denken Sie an Friedrich den Großen und seinen Berater Voltaire. Goethe war Minister und von Humboldt preußischer Beamter - beide waren Staatsdiener“, sagte Wulff. „Das Staatsoberhaupt wird ja nicht durch die Wahl zum Universalgenie, sondern ist auf den Rat von klugen Leuten angewiesen.“ Auch Gaucks Rat wolle er „selbstverständlich“ einholen, sagte Wulff.

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Sollte Wulff zum höchsten Staatsoberhaupt gewählt werden, will er für seinen zweijährigen Sohn eine Spielecke in seinem Amtszimmer einrichten. „Mein kleiner Sohn ist häufig in meinem Amtszimmer in Hannover und hat dort eine Spielecke. Die würde er auch im Schloss Bellevue haben“, sagte er der „Bild am Sonntag“. Er habe seine Kinder gerne um sich. „Kinderlärm ist Zukunftsmusik, und wo Menschen arbeiten, muss auch Platz für Kinder sein“, sagte der CDU-Politiker dem Blatt weiter. Erstwohnsitz würde im Falle eines Wahlsieges Berlin werden. „Die Kinder würden dort zur Schule gehen“, sagte Wulff weiter.

Auf den Besuch von Popkonzerten will der Kandidat von Union und FDP dem Bericht zufolge auch als Bundespräsident nicht verzichten. „Ich habe meiner Frau zu Weihnachten Karten für U2 im August in Hannover geschenkt. Ich habe Karten für den Innenraum genommen, weil meine Frau nicht so gern auf der Tribüne sitzt“, erklärte Wulff. Ob das als Bundespräsident möglich sei, wisse er aber nicht genau.

dpa/ap

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