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Deutschland / Welt Israelische Luftwaffe bombardiert syrische Ziele
Nachrichten Politik Deutschland / Welt Israelische Luftwaffe bombardiert syrische Ziele
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12:29 23.06.2014
Ein israelischer Soldat trägt Waffen an die israelisch-syrische Grenze. Quelle: afp
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Jerusalem

Nach dem Tod eines israelischen Jugendlichen bei einem Anschlag an der Grenze zu Syrien hat Israels Luftwaffe Ziele im Nachbarland angegriffen. Es war die bislang stärkste Reaktion Israels auf einen Grenzzwischenfall seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien vor mehr als drei Jahren. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind dabei in Syrien mindestens zehn Soldaten getötet worden.

Kampfflugzeuge hätten neun Stellungen der syrischen Armee beschossen, darunter auch Kommandoposten, teilte ein israelischer Militärsprecher in der Nacht zum Montag mit. Die Angriffe seien eine Reaktion auf die Attacke aus Syrien gewesen, bei dem der Jugendliche getötet und zwei weitere Erwachsene verletzt worden seien.

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Der israelische Verteidigungsminister Mosche Jaalon sagte, Israel sehe das syrische Regime und die Armee als verantwortlich für alle Vorfälle, die von dem Gebiet unter ihrer Kontrolle ausgehen. Israel werde auf jegliche Provokation oder Angriffe hart reagieren, sei es durch Terroristen oder die syrische Armee.
Israel hat sich aus dem Bürgerkrieg im syrischen Nachbarland bisher bewusst herausgehalten. Die israelische Luftwaffe griff nur als Reaktion auf Angriffe an oder um Waffenlieferungen an die libanesische Hisbollah-Miliz zu verhindern.

Ein Sprecher der syrischen Opposition sagte, es seien Stellungen im Umkreis der Golanhöhen angegriffen worden. „Ich kann die Luftangriffe bestätigen und dass sie auf Artillerie-Stützpunkte abzielten“, sagte der Leiter der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman.

Nach Angaben der israelischen Armee war der Junge am Sonntag mit den beiden Erwachsenen - Angestellten des Verteidigungsministeriums - in einem Fahrzeug an der Grenzlinie auf den Golanhöhen unterwegs. Die Ministeriumsmitarbeiter hätten Wasser zu einem Speicher bringen wollen, als ihr Auto mit einer Rakete gezielt angegriffen worden sei. Im Grenzzaun sei ein Loch gefunden worden.

Der Jugendliche aus einem arabischen Dorf in Galiläa hatte am ersten Tag der israelischen Sommerferien seinen Vater zur Arbeit begleitet. „Ich bin für einige Minuten aus dem Auto ausgestiegen, und Mohammed ist in dem Fahrzeug geblieben“, erzählte der Vater, der wegen Verletzungen im Krankenhaus behandelt wird, der israelischen Zeitung „Jediot Achronot“. „Plötzlich habe ich eine Explosion gehört und gesehen, dass mein Sohn getroffen wurde.“

Der Getötete ist das erste israelische Opfer an der Grenzlinie auf den Golanhöhen seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Frühjahr 2011. In dem bergigen Gebiet kommt es seit Beginn des Bürgerkriegs immer wieder zu Zwischenfällen. Israel hatte es 1967 von Syrien erobert.

dpa