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Deutschland / Welt Zwölf Tote bei Selbstmordanschlägen
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12:42 26.09.2009
In Peshawar sprengte sich ein Selbstmordattentäter auf der Straße zur wichtigsten Armeebasis in einem Auto in die Luft. Quelle: afp
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Ein Sprecher der dem Terrornetz El Kaida nahestehenden Organisation Tehreek-e-Taliban (TTP) kündigte weitere Anschläge an.

Nach Angaben der Polizei sprengte sich ein Selbstmordattentäter am Mittag auf der Straße zur wichtigsten Armeebasis in Peshawar, der Hauptstadt der Unruheprovinz Northwest-Frontier, in einem Auto in die Luft. In der Nähe des Anschlagsorts liegt ein Einkaufszentrums, in dem Viertel leben zudem zahlreiche Armeeangehörige. Laut einem Arzt des örtlichen Krankenhauses wurden sieben Menschen getötet und 31 weitere verletzt. Das Fernsehen zeigte Bilder von freiwilligen Helfern, die Verletzte bargen, während die Polizei versuchte, das Gebiet zu evakuieren. Ein Angestellter einer bei der Explosion zerstörten Bankfiliale berichtete, dass sich unter den Trümmern noch zahlreiche weitere Menschen befänden.

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Vier Stunden zuvor hatte sich ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiwache der Garnisonsstadt Bannu nahe der Grenze zu Afghanistan in einem mit Sprengstoff beladenen Kleinlaster in die Luft gesprengt. Mindestens fünf Menschen - zwei Polizisten, ein Zivilist und zwei in der Polizeiwache einsitzende Häftlinge - starben, mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Durch die Wucht der Explosion wurde die Polizeiwache fast vollständig zerstört, zahlreiche benachbarte Gebäude und Geschäfte wurden beschädigt. Die Opferzahl könnte nach Polizeiangaben weiter steigen, da noch Menschen unter den Trümmern der eingestürzten Polizeistation vermutet wurden.

Zu dem Anschlag bekannte sich die radikalislamische TTP. Er sei die Vergeltung für den Tod ihres Anführers Baitullah Mehsud im August durch den Angriff einer US-Drohne, sagte TTP-Sprecher Qari Hussain der Nachrichtenagentur AFP. Er kündigte für die Zukunft eine Welle von Anschlägen gegen Vertreter und Gebäude der Regierung an. Die TTP ist ein Zusammenschluss der wichtigsten islamistischen Gruppen in den Stammesgebieten und einem Teil der Nordwest-Provinz. Sie soll hinter einem Großteil der rund 300 Anschläge in Pakistan stehen, bei denen in den vergangenen zwei Jahren mehr als 2000 Menschen getötet wurden.

Das Antiterrorgericht von Rawalpindi verschob unterdessen die für Samstag geplante Anhörung von sieben Verdächtigen, die in die Anschläge in Mumbai im November vergangenen Jahres verwickelt sein sollen, auf den 3. Oktober. Pakistan hatte die Festnahme der Verdächtigen am vergangenen Sonnabend bestätigt.

afp

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