Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichtenticker "Gotteskrieger" steht nach falscher Terrorwarnung vor Gericht
Nachrichten Politik Nachrichtenticker "Gotteskrieger" steht nach falscher Terrorwarnung vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:30 03.06.2013
Von Deutsche Presse-Agentur dpa
Der Angeklagte begrüßt im Oberlandesgericht in Frankfurt am Main eine verschleierte Frau, die hinter einer Glasscheibe im Zuschauerraum steht. Quelle: Frank Rumpenhorst
Frankfurt/Main

Im November 2010 soll er außerdem laut Anklage beim Bundeskriminalamt(BKA) angerufen und eine Serie von Anschlägen angekündigt haben.

Weil auch US-Behörden vor Angriffen gewarnt hatten, waren eine erhöhte Terrorgefahr ausgerufen und die Sicherheitsvorkehrungen in ganz Deutschland erhöht worden. Der Reichstag wurde daraufhin für nicht angemeldete Besucher gesperrt, schwer bewaffnete Polizisten patrouillierten an Bahnhöfen und Flughäfen. Das Frankfurter Gericht will mindestens zwei Monate verhandeln. (AZ 52 StE 2/13 8 1/13) 

Emrah E. war nach den Erkenntnissen der Ermittler im April 2010 von seinem Wohnort Wuppertal in das afghanisch-pakistanische Grenzgebiet gereist, wo er sich in der Region Waziristan Al-Kaida anschloss. Später soll er auch für die radikalislamistische Organisation Al-Schabaab gekämpft haben, die in Ostafrika dieselben Ziele wie Al-Kaida verfolgt. Für beide Organisationen zog der 25-jährige laut Anklage "bewaffnet in den Krieg". Zwar starben dabei sowohl in Pakistan als auch in Afrika etliche Menschen, den Anklagepunkt des Totschlags ließ der Staatsschutzsenat aber nicht zu. Es sei nicht geklärt, wer wann und wo unter Mitwirkung des Angeklagten getötet wurde, heißt es in dem Gerichtsbeschluss.

Die Richter interessierte am Montag vor allem das Leben des Deutschtürken auf der Anklagebank. Seit seinem zweiten Lebensjahr in Deutschland, sei er bereits als Jugendlicher mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Wegen einer Raubserie saß Emrah E. schließlich fast zwei Jahre im Gefängnis. Hinter Gittern habe er "Kontakte zu Allah" aufgebaut. Später habe er es als "religiöse Pflicht" empfunden, für die unterdrückten muslimischen Völker zu kämpfen. Viele Punkte der Anklage träfen dennoch nicht zu, sagte er, ohne Details zu nennen. Der Prozess wird am 17. Juni fortgesetzt.

dpa

Vor dem Militärprozess in den USA gegen den mutmaßlichen Wikileak-Informanten, Bradley Manning, ist es zu Protesten gekommen. Rund 50 Demonstranten versammelten sich zum Prozessbeginn am Montag (geplant 1500 MESZ) vor dem Militärgelände Fort Meade bei Washington.

Deutsche Presse-Agentur dpa 03.06.2013

Nach dem umstrittenen Polizeikessel bei den Blockupy-Protesten inFrankfurt mehrt sich die Kritik am Vorgehen der Sicherheitskräfte. "Nach Darstellung der Medien scheint der Einsatz der Polizei unverhältnismäßig gewesen zu sein", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD).

Deutsche Presse-Agentur dpa 03.06.2013

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wächst. In den ersten fünf Monaten habe es rund 68 000 Eintritte gegeben, sagte Verdi-Chef Frank Bsirske in Berlin. Abzüglich der Austritte verzeichne man damit seit Jahresbeginn ein Plus von fast 4000 Mitgliedern: "Eine vergleichbare Entwicklung hat es noch nie gegeben.

Deutsche Presse-Agentur dpa 03.06.2013